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Krankmeldungen: Die schrägsten Ausreden der Blaumacher

Krankmeldungen  

Die schrägsten Ausreden der Blaumacher

01.02.2011, 14:25 Uhr | t-online.de/business

Krankmeldungen: Die schrägsten Ausreden der Blaumacher. Wer feiern kann, kann auch arbeiten. Diese alte Weisheit scheint heute nicht mehr zu gelten. (Foto: Imago)

Wer feiern kann, kann auch arbeiten. Diese alte Weisheit scheint heute nicht mehr zu gelten. (Foto: Imago)

Viele Deutsche schleppen sich auch gesundheitlich angeschlagen zur Arbeit, berichten die Krankenkassen. Nicht so allerdings jene schwarzen Schafe in der Belegschaft, die sich beim Chef krankmelden, ohne dass ihnen tatsächlich etwas fehlt. Eine Umfrage des Karriereportals careerbuilder.de hat gezeigt, warum die Blaumacher zu Hause bleiben und welche bizarren Ausreden sie ihren Chefs auftischen.

Glasauge verloren, schlechtes Bier getrunken

Für die Untersuchung wurden in Großbritannien 480 Beschäftigte und 250 Arbeitgeber befragt. Demnach haben 26 Prozent der Arbeitnehmer mindestens einmal im Jahr krank gemacht ohne es zu sein. Sieben Prozent der Beschäftigten meldeten sich sogar bis zu dreimal arbeitsunfähig - bei bester Gesundheit und mit zum Teil bizarren Ausreden. Die Blaumacher behaupteten etwa, unter einem zusammengebrochenen Bett steckengeblieben zu sein, ein Glasauge verloren zu haben oder - ein echter Klassiker - schlechtes Bier getrunken zu haben.

"Einfach keine Lust zur Arbeit gehabt"

Nach dem wirklichen Grund gefragt, gaben 16 Prozent der Scheinkranken an, "einfach keine Lust zur Arbeit gehabt zu haben". 13 Prozent nahmen der Umfrage zufolge ein Vorstellungsgespräch wahr und zwölf Prozent hatten im Haushalt zu tun oder wollten sich einfach nur einmal entspannen.

Schlechtes Wetter Grund für freien Tag

Laut careerbuilder.de gestatteten sich sieben Prozent den freien Tag, um einem Kunden, Kollegen oder dem Ärger mit einem Vorgesetzten aus dem Weg zu gehen. Bei sechs Prozent waren laut den Karriereexperten das schlechte Wetter oder die Freizeitplanung mit Freunden und Familie Grund genug, um nicht am Arbeitsplatz zu erscheinen.

Deutsche Arbeitsmoral nicht immer vorbildlich

Auch die Arbeitsmoral der deutschen Beschäftigten ist nicht immer vorbildlich: Laut einer Umfrage des Jobportals Monster unter rund 27.000 Arbeitnehmern in 16 Ländern beteuerten zwar 80 Prozent der deutschen Befragten, noch nie eine Krankheit vorgetäuscht zu haben, um zu Hause zu bleiben. Immerhin neun Prozent fehlten jedoch mehr als vier Tage - ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. Noch acht Prozent gestanden ein bis zwei unberechtigte Krankheitstage ein, drei Prozent gingen sogar drei bis vier Tage nicht zur Arbeit.

Chefs ziehen Konsequenzen

Das allerdings kann böse Folgen haben: Nicht wenige Chefs machen demnach kurzen Prozess mit den Schwänzern: Fast ein Drittel (29 Prozent) der Arbeitgeber erklärten in der careerbuilder-Umfrage, Mitarbeitern bereits gekündigt zu haben, die ohne plausible Erklärung der Arbeit fern geblieben waren.

Rauswurf droht

Den Rauswurf riskieren auch Job-Schwänzer: Laut einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) kann eine Kündigung schon zulässig sein, wenn der Arbeitnehmer dem Chef mit Blaumachen droht (Az: 2 AZR 251/07). Die fristlose Kündigung kann der Chef einem Blaumacher auch aussprechen, wenn er nachweisen kann, dass der Mitarbeiter während einer vermeintlichen Arbeitsunfähigkeit anderswo Geld verdient hat.

Wirtschaftskrise steigert Bereitschaft zum Schwänzen

Ein Grund für die Bereitschaft, einfach einmal blauzumachen, sieht Jason Ferrara, Leitender Karriereberater bei careerbuilder, unter anderem auch in der Wirtschaftsflaute. "Kleinere Teams, erhöhte Arbeitsbelastung und längere Arbeitszeiten sind Ergebnisse der Wirtschaftkrise," so Ferrara. Der beste Weg sei, offen und ehrlich mit dem Vorgesetzten zu sein. Mehr und mehr Arbeitgeber erweiterten bereits die Definition des Krankenstandes für Mitarbeiter, die einfach mal einen freien Tag brauchen, um ihre Batterien wieder aufzuladen.

Blaumachern auf der Spur

Verdacht schöpfen sollten Arbeitgeber laut der Experten des Verlags für die Deutsche Wirtschaft in Bonn beispielsweise dann, wenn die Arbeitsunfähigkeit erst rückwirkend bescheinigt wurde oder auf einer Folgebescheinigung dasselbe Datum steht wie auf der Erstbescheinigung. Ein Hinweis kann auch sein, wenn in kurzer Zeit mehrere Bescheinigungen verschiedener Ärzte vorgelegt werden, auf denen jeweils "Ersterkrankung" angekreuzt ist.

Keine Nebenbeschäftigung während Arbeitsunfähigkeit

Auch wer sich besonders oft zu Beginn oder zum Ende der Arbeitswoche krank meldet, könnte dem Fachverlag zufolge zu den Blaumachern gehören. Kranke Mitarbeiter, die jedoch weiter eine Nebenbeschäftigung ausüben, machen es dem Chef leicht, ihnen auf die Spur zu kommen. Auch Arbeitnehmer, die für die Firma krankheitsbedingt ausfallen, diese Zeit aber etwa bei für anstrengende Renovierungsarbeiten ihrer Wohnung nutzen, sind leicht durchschaubar.

Fehlen nach Konflikten erregt Misstrauen

Verdächtig machen sich zudem Mitarbeiter, die sich genau für die Zeit krankmelden, für die der Chef keinen Urlaub genehmigt hat, so die Fachleute des Verlags. Auch Angestellte, die nach innerbetrieblichen Konflikten oder gar einer Abmahnung fehlen, dürften das Misstrauen des Arbeitgebers erregen. Das Gleiche gelte, wenn Ehepartner mehrfach gemeinsam während des Urlaubs erkranken und zum selben Zeitpunkt wieder arbeitsfähig sind.

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