Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Fluglotsenstreik vorerst abgewendet

Schlichtung: Fluglotsenstreik vorerst abgewendet

09.08.2011, 15:25 Uhr | dpa, dpa , t-online.de

In Deutschland wird es vorerst keinen Streik der Fluglotsen geben. Reisende mussten sich dennoch auf Probleme im Flugverkehr einstellen. Zwar wurde der Ausstand der Fluglotsen wenige Stunden vor dem geplanten Beginn abgeblasen, doch hatten einige Fluglinien und Flughäfen bereits Vorkehrungen getroffen und beispielsweise Flüge vorgezogen oder in die Zeit nach dem geplanten Streik verschoben. Dadurch gab es einige Unannehmlichkeiten für Passagiere. Der Lotsenstreik wurde in der Nacht abgewendet, weil die Deutsche Flugsicherung (DFS) die Schlichtung anrief.

Lufthansa will sich Einbußen erstatten lassen

Der Flughafen Stuttgart beispielsweise hatte sich am Montag bereits eine Ausnahmegenehmigung geholt, bis zu zehn Starts und Landungen vor 6.00 Uhr durchzuführen - dem ursprünglich geplanten Streikbeginn. Auch in Köln wurde die Abflugzeit einiger Flüge in die Nacht vorverlegt. Die Lufthansa kündigte am frühen Dienstagmorgen an, im Fall von finanziellen Einbußen Ansprüche auf Schadenersatz zu prüfen.

Die DFS hatte den Schlichter angerufen, nachdem die Arbeitsgerichte in zwei Instanzen den Streikaufruf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) für rechtmäßig erachtet hatten. "Damit ist ein Streik der Fluglotsen innerhalb der nächsten Wochen ausgeschlossen", sagte DFS-Sprecherin Kristina Kelek. Mit der Schlichtung beginnt sofort eine neue Friedenspflicht.

Gewerkschaft setzt Hoffnungen in die Schlichtung

Die Gewerkschaft sagte, sie hätte den Schlichteranruf eher erwartet. "Wir sind davon ausgegangen, dass die DFS schon nach der ersten Instanz diese Karte hätte ziehen müssen, um Schaden abzuwenden", sagte Gewerkschaftssprecher Markus Siebers.

"Wir hoffen, dass wir in der Schlichtung durchkommen, da haben wir zumindest einen neutralen Dritten dabei", sagte Siebers. Ein Termin für die Schlichtung steht noch nicht fest. Siebers ging davon aus, dass die Schlichtung in drei bis vier Wochen erledigt sein könnte. Bei einem Scheitern der Schlichtung seien erneute Streikpläne grundsätzlich möglich, sagte er. "Das wird die Schlichtung weisen."

6,5 Prozent mehr Geld für Fluglotsen gefordert

Die kleine Gewerkschaft verlangt neben 6,5 Prozent mehr Gehalt auch mehr Einfluss auf Stellenbesetzungen und Arbeitsbedingungen der mehr als 5000 Tarifbeschäftigten bei der Flugsicherung. Rund 1900 von ihnen sind Fluglotsen. Der bundesweite Arbeitskampf der GdF war für Dienstag zwischen 6.00 und 12.00 vorgesehen. Es hätte laut DFS keine Starts, keine Landungen und auch keine Überflüge geben können in ganz Deutschland.

Die Streikandrohung hatte am Montag Airlines und Flughäfen alarmiert. So begrüßte die Lufthansa, dass der Streik doch noch abgeblasen wurde. "Die Hauptleidtragenden wären die Passagiere gewesen", sagte der Airline-Sprecher Florian Gränzdörffer.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Wirtschaft
Deutsche Fluglotsen kündigen Streik an

Noch diese Woche wird die Arbeit niedergelegt. zum Video

AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal