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Internetkonzern Yahoo wirft Chefin Carol Bartz raus

Yahoo wirft Chefin Carol Bartz raus

09.09.2011, 09:51 Uhr | dpa-AFX, bv, dpa-AFX, t-online.de

Internetkonzern Yahoo wirft Chefin Carol Bartz raus. Carol Bartz (Quelle: Reuters)

Carol Bartz (Quelle: Reuters)

Die bisherige Chefin des Internetkonzerns Yahoo, Carol Bartz, hat das Unternehmen auf Druck des Verwaltungsrats verlassen. Bis auf Weiteres übernimmt Finanzchef Timothy Morse das Ruder, wie Yahoo am späten Dienstag (Ortszeit) im kalifornischen Sunnyvale mitteilte.

Bartz war Anfang 2009 an die Yahoo-Spitze gerückt. In ihre Zeit fällt die Kooperation mit dem Software-Konzern Microsoft bei der Internetsuche. Trotz des starken Partners tut sich Yahoo schwer, sich gegen den größeren Konkurrenten Google zu behaupten. Mit dem sozialen Netzwerk Facebook ist außerdem ein weiterer Gegner im Kampf um die lebenswichtigen Werbegelder aufgetaucht.

Rauswurf am Telefon

Die Anleger bejubelten die Entscheidung des Verwaltungsrats, die ohne Vorwarnung kam. Nachbörslich stieg das gebeutelte Papier um mehr als sechs Prozent. Sie selbst habe von ihrem Rauswurf übers Telefon erfahren, schrieb Bartz in einer Abschieds-Mail an ihre Mitarbeiter, die das Blog "All Things Digital" veröffentlichte. Wie es in dem Blog hieß, befand sich Bartz zum Zeitpunkt des Anrufs in einem Flugzeug. Offenbar hatte der Verwaltungsrat nicht warten wollen, bis sie wieder im Büro war.

Verwaltungsrats-Chef Roy Bostock deutete eine Neuaufstellung des Internetkonzerns an. Der Verwaltungsrat habe eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung angestoßen, erklärte Bostock. Die Möglichkeiten für das künftige Wachstum von Yahoo würden ausgelotet. Parallel dazu läuft die Suche nach einem endgültigen Konzernchef.

Schwerer Stand gegen Google

Bartz hat seit ihrem Amtsantritt zwar Hunderte Stellen gestrichen und damit die Kosten deutlich gesenkt. Doch Yahoo verlor weiteren Boden gegen Google - der Umsatz schrumpfte. Zuletzt schwächelte ausgerechnet das wichtige Geschäft mit grafischen Werbeanzeigen. Dabei sind diese "Banner" eigentlich das Steckenpferd von Yahoo.

Der Jobverlust dürfte die 63-jährige Bartz zumindest finanziell nicht hart treffen. Die US-Beraterfirma Glass Lewis & Co. hatte ihr Jahresgehalt 2009 auf 39 Millionen Dollar beziffert und sie deshalb auf Platz 1 der Liste der überbezahltesten Chefs gesetzt. Die Summe erhielt Bartz wie üblich jedoch nicht komplett in bar. Ein Großteil waren Aktienoptionen, die sie erst nach mehreren Jahren einlösen kann.

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