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DAX-Aufsichtsräte verdienen rund neun Prozent mehr

DAX-Aufsichtsräte verdienen rund neun Prozent mehr

22.09.2011, 16:28 Uhr | dpa-AFX, dapd, bv, dpa-AFX, dapd, t-online.de

DAX-Aufsichtsräte verdienen rund neun Prozent mehr. Bestverdiener unter den Aufsichtsratschefs: Ferdinand Piëch (Quelle: dapd)

Bestverdiener unter den Aufsichtsratschefs: Ferdinand Piëch (Quelle: dapd)

Der Chefaufseher von Volkswagen, Ferdinand Piëch, lässt sich seine Kontrollaufgabe im Vergleich zu seinen DAX-Kollegen am höchsten vergüten. Das hat eine Analyse der Beratungsgesellschaft Towers Watson ergeben. Piëch bekommt demnach als Aufsichtsratschef in diesem Jahr rund 785.500 Euro von Europas größtem Autobauer.

Der Kollege bei Siemens, Gerhard Cromme, folgt mit 584.000 Euro erst in deutlichem Abstand. BMW zahlt als dritter der Rangliste seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Milberg 505.000 Euro. Deutlich schlechter weg kommen laut Towers Watson die Chefkontrolleure der Deutschen Post, Wulf von Schimmelmann, und Heidelberg Cement, Fritz-Jürgen Heckmann. Sie können mit knapp über 100.000 Euro rechnen. Schlusslicht ist Merck-Aufsichtsratschef Rolf Krebs, der sich 2011 vermutlich mit 67.900 Euro begnügen muss.

297.800 Euro im Schnitt

Insgesamt erhielten die deutschen Aufsichtsratsvorsitzenden auch 2011 deutlich mehr Geld. So stiegen die Bezüge der Chefaufseher in den 30 DAX-Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich um neun Prozent auf durchschnittlich 297.800 Euro, wie Towers Watson berechnete. Die Einnahmen setzen sich meist aus fixen und variablen Komponenten zusammen, so dass sie zum Teil noch geschätzt sind.

Als dritte Komponente des Entgelts der Aufsichtsräte ist in den deutschen Großunternehmen das Sitzungsgeld weit verbreitet. Es wird in allen DAX-Konzernen mit Ausnahme von BMW gezahlt. Stellvertretende Vorsitzende und einfache Mitglieder der Räte erhalten deutlich geringere Bezüge als die Vorsitzenden. Weiterhin niedrig ist laut Towers Watson in den Kontrollgremien der Frauenanteil, der sich binnen Jahresfrist nur leicht um zwei Punkte auf 14 Prozent erhöhte.

Wie die Vergütung berechnet werden kann

Da ein Aufsichtsratsmitglied nach Angaben der Towers-Watson-Experten einen Zeitaufwand von rund zehn bis 20 Prozent im Vergleich zu einem Vorstand hat, sollte sich daran auch die Vergütung orientieren. Durchschnittlich verdiente ein DAX-Vorstand 2010 etwa 2,4 Millionen Euro pro Jahr. Demnach wären 240.000 bis 480.000 Euro für einen Aufsichtsrat angemessen.

Die Steigerung bei der Vergütung um neun Prozent erklärt Towers Watson mit der gewachsenen Komplexität der Aufgaben, der verschärften Haftung, der steigenden Internationalisierung der Unternehmen und der größeren Dynamik der Märkte. "Die Aufsichtsratstätigkeit ist längst keine Nebentätigkeit mehr", sagte Ralph Lange, Vergütungsexperte bei der Beratungsgesellschaft.

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