Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Nokia streicht tausende Stellen

Nokia streicht Tausende Stellen

29.09.2011, 18:10 Uhr | AFP, dpa-AFX, dpa-AFX, AFP

Nokia streicht tausende Stellen. Auch das Nokia-Werk in Rumänien wird geschlossen (Quelle: dapd)

Auch das Nokia-Werk in Rumänien wird geschlossen (Quelle: dapd)

Der weltgrößte Handy-Hersteller setzt seinen drastischen Sparkurs fort: Nokia will Arbeitsplätze in Deutschland, Rumänien und den USA abbauen. Bis Ende des kommenden Jahres werde der Konzern 3500 Stellen streichen, teilte Nokia in Helsinki mit.

Auch Standort Bonn vor dem Aus

Der Produktionsstandort im rumänischen Cluj, in das erst 2008 unter scharfer Kritik die Handy-Produktion aus Bochum verlagert wurde, soll demnach zum Ende dieses Jahres geschlossen werden. Daneben plane das Unternehmen, seine Standorte in Bonn und in Malvern (USA) "zum Ende des kommenden Jahres zu schließen". Wie viele Arbeitsplätze in Bonn von der Schließung betroffen sein werden, konnte ein Nokia-Sprecher zunächst nicht beziffern.

Die Nokia-Fabrik in Jucu nahe der Stadt Cluj war eingeweiht worden nach einer Investition von 60 Millionen Euro. Dort wurden Handys aus importierten Fertigteilen zusammengesetzt. Die Schließung der Produktion in Bochum mit insgesamt mehr als 3000 Mitarbeitern hatte in Deutschland zu heftigen Protesten geführt. Nokia hatte die Entscheidung unter Hinweis auf zu hohe Produktionskosten ausgerechnet kurz nach einem Milliardengewinn verkündet, was für zusätzliche Verbitterung sorgte.

Rumänien will Zuschüsse zurück

Nach dem Beschluss des Konzerns, das rumänische Werk zu schließen, will der rumänische Staat seine Zuschüsse zurück. Es geht um wenigstens einen Teil der 20 Millionen Euro, mit denen Nokia seinerzeit von Bochum nach Rumänien gelockt worden war. Ein am heute gegründeter Sonderausschuss des Regionalparlaments in Cluj soll die Lage prüfen.

Mitarbeiterzahl in Deutschland soll langfristig steigen

Derzeit hält Nokia daran fest, dass Berlin neben Boston und Chicago ein zentraler Standort für die Dienstleistungssparte "Location & Commerce" ist. Deshalb gehe das Unternehmen davon aus, dass die Mitarbeiterzahl in Deutschland auf längere Sicht steigen werde, hieß es.

Werke in Finnland, Ungarn und Mexiko auf dem Prüfstand

Der geplante Arbeitsplatzabbau kommt zu den Einsparungen hinzu, die das Unternehmen bereits im April bekannt gegeben hatte. Damals hatte Nokia mitgeteilt, 4000 Stellen abzubauen und 3000 Jobs auszulagern. Der Konzern deutete bereits weitere Stellenstreichungen für das kommende Jahr an: Nokia werde die langfristige Rolle seiner Werke im finnischen Salo, in Komarom in Ungarn und im mexikanischen Reynosa überprüfen.

Konzernumbau kostet Jobs

Nokia müsse "schmerzvolle, aber notwendige Schritte unternehmen", um Personal und Betrieb anzupassen, erklärte Nokia-Chef Stephen Elop. Die Stellenstreichungen sind Teil des Februar angekündigten Konzernumbaus. In dem Rahmen hatte das Unternehmen bereits entschieden, sich von seinem Smartphone-System Symbian zu verabschieden und stattdessen auf Windows Phone von Microsoft für seine Smartphones zu setzen. Hinzu kommen weltweit die Schließung von Standorten und die Umorganisation von Geschäfts- und Entwicklungseinheiten.

Mit seinem Konzernumbau will Nokia auf die starke Konkurrenz vor allem auf dem Smartphone-Markt reagieren. Die Finnen waren erst recht spät auf dem boomenden Markt aktiv geworden und die Nokia-Modelle taten sich bisher schwer, mit dem iPhone von Apple sowie den Geräten auf Basis des Google-Betriebssystems Android mitzuhalten. Der einstige unangefochtene Weltmarktführer für Mobiltelefone sah seinen Marktanteil, der im ersten Halbjahr 2008 noch bei mehr als 40 Prozent lag, auf 23 Prozent im zweiten Quartal 2011 fallen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die neuen Teufel Sound-Superhelden zu Top-Preisen
Heimkino, Portable, Kopfhörer und mehr
Anzeige
Luftiges für den Sommer: Kurzarmhemden mit Mustern
jetzt entdecken bei Walbusch
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe