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83.000 Euro vom Jobcenter - Hartz-IV-Empfänger abgetaucht

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Geldsegen vom Jobcenter - Hartz-IV-Empfänger abgetaucht

14.10.2011, 16:25 Uhr | dpa, dpa

83.000 Euro vom Jobcenter - Hartz-IV-Empfänger abgetaucht. Ein unerwarteter Geldsegen vom Jobcenter kann Ärger bedeuten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein unerwarteter Geldsegen vom Jobcenter kann Ärger bedeuten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein unachtsamer Mitarbeiter im Jobcenter ist schuld daran, dass ein Paar in Sachsen-Anhalt einen unerwarteten Geldsegen erhielt. Die Hartz-IV-Empfänger aus Schönebeck in der Nähe von Magdeburg hatten plötzlich gut 83.000 Euro mehr auf ihrem Konto. Behalten dürfen sie das Geld aber nicht. Und weil die beiden einen Teil scheinbar bereits ausgegeben haben und noch dazu abgetaucht sind, steht jetzt einiger Ärger ins Haus.

Empfänger sind nicht zu erreichen

Diese Summe sei "im Juli und August wegen eines Eingabefehlers" überwiesen worden, sagte die Leiterin des zuständigen Jobcenters, Edith Völksch. Zuvor hatte die "Magdeburger Volksstimme" über den Fall berichtet. "Es handelt sich um menschliches Versagen. Bei der September-Berechnung haben wir es bemerkt", erklärte Völksch. "Wir haben sofort versucht, das Paar zu erreichen." Alle Versuche per Telefon und Post seien aber gescheitert, auch im Jobcenter seien die beiden trotz Anhörungstermin nicht aufgetaucht.

Besuch vom Gerichtsvollzieher droht

Für die Jobcenter-Leiterin sei klar, dass die Hartz-IV-Empfänger das Geld zurückzahlen müssen. "Wenn man eine so hohe Summe von uns überwiesen bekommt, muss einem sofort einleuchten, dass man das nicht behalten kann." Mit Hilfe der Bank des Paares habe man bereits knapp 50.000 Euro zurückgeholt. Die restlichen mehr als 33.000 Euro seien wohl schon ausgegeben. "Wir haben ein Vollstreckungsverfahren eingeleitet", betonte Völksch. Es drohe also der Gerichtsvollzieher.

Paar hat Anwalt eingeschaltet

Laut "Magdeburger Volksstimme" haben sich die Hartz-IV-Empfänger bereits anwaltlichen Beistand geholt. Denn für die Sperrung des Kontos und die Rücküberweisung durch die Bank an das Jobcenter sehen sie keine rechtliche Grundlage. Der Anwalt des Paares habe rechtliche Schritte gegen die Bank und deren Mitarbeiter sowie gegen das Jobcenter angekündigt.

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