Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Arbeit & Beruf

Wichtige Urteile zum Arbeitsrecht

Seite 1 von 16

Interne Daten zum Flirt genutzt

06.02.2012, 14:50 Uhr

Die Verwendung von internen Daten zum Flirten rechtfertigt keine sofortige Strafversetzung. Ein Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz gibt einem Bankmitarbeiter recht. Laut Urteil muss der Arbeitgeber zuvor abmahnen, er darf erst im Wiederholungsfall zu schärferen Sanktionen greifen (Az.: 10 Sa 329/11).

Der verheiratete Mann hatte sich aus den Kundendaten die Handynummer einer Frau besorgt, um per SMS mit ihr anzubandeln. Einen Tag zuvor hatte der Mann die Frau an einer Tankstelle angesprochen. Der Tankwart hatte ihm dann auf Nachfrage ihren Namen genannt.

Die Frau zeigte sich aber wenig angetan und empfand die Kontaktaufnahme als ungehörige Anmache - zumal der Mitarbeiter sie eine Woche später in der Bank erneut ansprach, als sie dort einen Termin hatte. Die Kundin beschwerte sich beim Vorstand der Bank, der den Mitarbeiter wegen missbräuchlicher Verwendung von Daten mit einer sogenannten Änderungskündigung auf eine um 300 Euro schlechter bezahlte Stelle versetzte.

Stand: 26. Januar 2012


(Quelle: dpa)



shopping-portal