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Betriebe bilden immer weniger aus

Betriebe bilden immer weniger aus

07.03.2012, 16:11 Uhr | AFP, AFP

Betriebe bilden immer weniger aus. Immer weniger Betriebe mit Azubis (Quelle: dpa)

Immer weniger Betriebe mit Azubis (Quelle: dpa)

Weniger Schulabgänger und steigende Studierendenzahlen sorgen offenbar dafür, dass immer weniger Betriebe trotz Fachkräftemangel ausbilden. Das zeigt laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) der Entwurf des Bildungsberichts der Bundesregierung.

Dem Bericht zufolge bildeten 2010 nur knapp 22,5 Prozent der Firmen aus, 2009 waren es noch ein Prozent mehr (23,5 Prozent). Auch 2009 und 2008 war die Zahl der Ausbildungsbetriebe bereits gesunken. Das Kabinett will den Bildungsbericht laut "SZ" Anfang April verabschieden.

Zahl der Betriebe sinkt kontinuierlich

Die Zahlen beruhen auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach hatten 2010 knapp 470.000 Firmen in Deutschland mindestens einen Auszubildenden - bei insgesamt 2,08 Millionen Betrieben mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. 2009 zählte die BA laut Bericht noch 485.000 Ausbildungsbetriebe, 2008 waren es 494.000.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) begründete die Entwicklung mit dem Rückgang der Zahl der Schulabgänger. Zugleich gebe es einen Trend zum Hochschulstudium, sagte DIHK-Ausbildungsexperte Thilo Pahl der Zeitung. Deshalb gebe es weniger Bewerber. Wenn Betriebe keine Auszubildenden mehr fänden, fielen sie auch als Ausbildungsbetriebe aus.

DGB nimmt Unternehmen in die Pflicht

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock dagegen sagte der Zeitung, die Wirtschaft könne ihr sinkendes Engagement in Sachen Ausbildung nicht mit dem demografischen Wandel begründen. "Bewerber gibt es genug." In Wahrheit übersteige die Zahl der unversorgten Bewerber die Zahl der offenen Plätze um mehr als das Doppelte.

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