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Aldi-Gründer wieder unter den zehn Reichsten der Welt

Aldi-Gründer wieder unter den zehn Reichsten der Welt

09.03.2012, 08:31 Uhr | dpa, dpa

Aldi-Gründer wieder unter den zehn Reichsten der Welt. Aldi-Mitbegründer Karl Albrecht hat es auf Rang zehn der "Forbes"-Liste geschafft (Quelle: dpa)

Aldi-Mitbegründer Karl Albrecht hat es auf Rang zehn der "Forbes"-Liste geschafft (Quelle: dpa)

Jedes Mal, wenn in Mexiko ein Mobiltelefon klingelt, klingelt es auch bei Carlos Slim Helú in der Kasse. Der 72-jährige mexikanische Telekommunikations-Tycoon bleibt laut dem New Yorker Wirtschaftsmagazin "Forbes" der reichste Mensch der Welt mit sagenhaften 69 Milliarden Dollar, umgerechnet 53 Milliarden Euro. Auch ein Deutscher stieg wieder in die Top Ten auf - sein Vermögen beträgt allerdings nur etwas mehr als ein Drittel von Slims Wohlstand. Ein Adelsspross schaffte es als jüngster deutscher Milliardär ins Ranking.

Trotz Millionenverlusts Aufstieg in Top Ten

Der 25. "Forbes"-Liste zufolge gibt es 1226 Dollar-Milliardäre auf der Welt - mehr als je zuvor. Aus Deutschland kommen 55 Milliardäre. Der jüngste ist wieder Albert von Thurn und Taxis (28) mit 1,5 Milliarden Dollar. Satte 25,4 Milliarden Dollar (rund 19,3 Milliarden Euro) reichten für Aldi-Gründer Karl Albrecht, um auf Platz zehn des Reichen-Rankings zurückzukehren.

Alte Bekannte an der Spitze

Slim ist ganz vorn, hat aber satte fünf Milliarden Dollar weniger als ein Jahr zuvor. Dennoch liegt er weit vor Microsoft-Gründer Bill Gates (56) und Investor Warren Buffett (81). Gates wird auf 61 Milliarden - fünf mehr im Vergleich zum Vorjahr - und Buffett auf 44 Milliarden geschätzt. Buffett verlor demnach sechs Milliarden Dollar.

Die beiden sind dafür bekannt, dass sie Milliarden für wohltätige Zwecke verschenken. Die "Forbes"-Zahlen sind übrigens nur Schätzungen, die aber auf zahlreichen Informationen beruhen und in der Branche als weitgehend zuverlässig gelten.

Sieben weitere Deutsche im Ranking

Auch Karl Albrecht verlor. Der Verlust von 100 Millionen Dollar ist in der "Forbes"-Liste allerdings gerade einmal eine eins hinter dem Komma und fällt somit kaum auf. Der 92-Jährige besaß im Jahr 2011 noch 25,5 Milliarden Dollar und rückt dennoch von Platz zwölf auf Platz zehn auf, weil andere noch viel deutlicher verloren. Unter den Top 100 sind sieben weitere Deutsche - fünf von ihnen wurden durch Aldi und BMW reich.

Als zweitreichste Deutsche führt "Forbes" die Hinterbliebenen des zweiten Aldi-Gründers, des im Juli 2010 gestorbenen Theo Albrecht. Sie stehen mit 17,8 Milliarden Dollar in der Liste auf Platz 32. Zwei Plätze dahinter kommt mit 17,6 Milliarden Dollar Versandhauskönig Michael Otto.

Die nächsten drei Deutschen verdanken ihre Position BMW: Susanne Klatten landete mit 13 Milliarden Dollar auf Platz 59. Stefan Quandt belegt dank einem Vermögen von 11,2 Milliarden Dollar Rang 76 und die 85-jährige Johanna Quandt nimmt Platz 88 ein - mit zehn Milliarden Dollar. Eben noch unter den ersten 100 der Rangliste hat es Reeder Klaus-Michael Kühne auf Platz 95 geschafft.

"Harry Potter"-Autorin flog raus

Laut "Forbes" sind 117 Menschen von der Liste geflogen, weil sie nicht mehr mindestens eine Milliarde hatten. Dazu gehöre auch "Harry Potter"-Erfinderin J. K. Rowling. Dafür seien 128 andere hinzugekommen. Im Schnitt hatte jeder dieser Superreichen 3,7 Milliarden Dollar - der gleiche Wert wie vor einem Jahr. Alle zusammengerechnet verfügen über 4,6 Billionen Dollar. Das sind mehr als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Großbritannien und Frankreich zusammen. Zum Vergleich: Das BIP von Deutschland beträgt mehr als drei Billionen Dollar.

Die meisten Milliardäre kommen nach wie vor aus den USA. Gleich 425 haben hier ihren Wohnsitz, die höchste Milliardärsdichte gibt es in der New Yorker Upper East Side gleich am Central Park in Manhattan. Immerhin 315 Milliardäre kommen aus Ost- und Südasien, 310 aus Europa.

Nur 104 Frauen unter den Superreichen

In 58 der etwa 200 Staaten der Erde leben laut "Forbes" Milliardäre. Neu auf der Liste ist zum Beispiel Marokko mit gleich drei Neueinsteigern. Nur 104 der Superreichen sind weiblich. Unter ihnen ist Strumpfhosenfabrikantin Sara Blakely, mit 41 die jüngste unter allen Neueinsteigern.

Die reichste Frau der Welt bleibt Christy Walton. Die Walmart-Besitzerin belegt Platz elf. Größter Aufsteiger ist Ricardo Salinas Pliego auf Rang 37. Der Mexikaner hat in einem Jahr 9,2 Milliarden Dollar gemacht und damit sein Vermögen mehr als verdoppelt. Größter Verlierer ist der indische Stahlmagnat Lakshmi Mittal. Er flog zum ersten Mal seit dem Jahr 2004 aus den Top Ten, sein Vermögen reichte nur noch für Platz 21.

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