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Ex-Bundesbankpräsident Weber neuer Chef der UBS

Ex-Bundesbankpräsident Weber neuer Chef der UBS

03.05.2012, 18:50 Uhr | dpa, t-online.de

Ex-Bundesbankpräsident Weber neuer Chef der UBS. Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber arbeitet jetzt für die UBS (Quelle: dpa)

Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber arbeitet jetzt für die UBS (Quelle: dpa)

Der ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber ist neuer Chef der Schweizer Großbank UBS. Der Schritt von Frankfurt in die Schweiz war ihm unter anderem mit einem Begrüßungspaket im Wert von rund vier Millionen Franken (ca. 3,3 Millionen Euro) schmackhaft gemacht worden. Bei der Hauptversammlung der UBS in Zürich stimmten 98,8 Prozent der Aktionäre für die Aufnahme des 55-jährigen Deutschen in den Verwaltungsrat. Die Bank hatte zuvor erklärt, Weber werde zum Präsidenten ernannt, sobald er in den Verwaltungsrat gewählt worden sei.

Der Begrüßungsbonus für Weber stieß zuvor aber ebenso auf Kritik wie die nach Ansicht der Aktionäre zu hohen Gehälter der UBS-Spitzenkräfte. Webers Antrittspaket zur Vertragsunterzeichnung setzt sich zusammen aus zwei Millionen Franken in bar und 200.000 UBS-Aktien im Wert von derzeit weiteren zwei Millionen Franken. Höchstbezahltes Mitglied der Konzernleitung war 2011 der Chef des Amerika-Geschäfts, Robert McCann, der 9,2 Millionen Franken erhielt. Die übrigen Topmanager bekamen im Schnitt über fünf Millionen Franken.

Üppige Gehälter, schmale Dividende

Webers Vorgänger Kaspar Villiger verteidigte die Vergütung jedoch als marktgerecht. Die Aktionäre hatten jedoch zwischen 2007 und 2010 auf eine Bar-Dividende verzichten müssen und erhalten für 2011 auch nur eine Ausschüttung von 0,10 Franken pro Anteilsschein. Aktionärsverbände hatten deshalb dazu aufgerufen, den Vergütungsbericht abzulehnen. Die Gegenstimmen summierten sich am Ende auf 37 Prozent bei vier Prozent Enthaltungen.

Villiger nannte dies "eine beachtliche Opposition", die Weber als sein Nachfolger "sehr, sehr ernst nehmen" müsse. Weber selbst erklärte derweil, er wolle alles tun, um die Bank weiter zu stabilisieren und für eine "hervorragende Zukunft" der UBS zu sorgen. Das sei eine langfristige Aufgabe, der er sich "für den Rest meines Berufslebens widmen" wolle.

Hohe Erwartungen an Weber

Weber wird die Bank zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Sergio Emotti führen, der für das Tagesgeschäft zuständig ist. Sollte es zu Differenzen kommen, hätte Weber nach den Schweizer Regeln das letzte Wort.

Die Erwartungen an Weber sind hoch. Vorgänger Villiger sagte, er bringe wertvolle Erfahrungen als "Regulierer und Bankenretter" mit und die UBS werde von seinem internationalen Beziehungsnetzwerk profitieren, dass er als Bundesbanker geknüpft habe.

Nicht alle Schweizer sind überzeugt

Viele Schweizer fragen sich allerdings, warum es unbedingt ein Deutscher sein muss, der die Großbank künftig führen soll. Ein Schweizer wäre mit den Traditionen des eidgenössischen Bankensektors besser vertraut. "Nationalgetue" sei wohl fehl am Platz, wenn es darum geht, die UBS wieder wettbewerbsfähig zu machen, kontern andere.

Und auch wenn Weber nach eigener Aussage gerne lange bleiben möchte - besonders sicher ist der Job keineswegs. Die UBS kann ihren Präsidenten jedes Jahr abwählen, falls nötig.

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