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Wirtschaft droht krasser Azubi-Mangel

Wirtschaft droht krasser Azubi-Mangel

05.05.2012, 18:18 Uhr | dapd, AFP

Wirtschaft droht krasser Azubi-Mangel. Vielerorts erstmals mehr Lehrstellen als potenzielle Azubis (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vielerorts erstmals mehr Lehrstellen als potenzielle Azubis (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Bundesregierung rechnet nach einem Pressebericht damit, dass die Betriebe in Deutschland immer mehr Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer Lehrstellen bekommen. Bundesweit werde die Zahl der Schulabgänger ohne Hochschulzugang zwischen 2011 und 2025 um rund 18,6 Prozent sinken, berichtete die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf den Berufsbildungsbericht 2012, den das Kabinett am Mittwoch verabschieden soll.

Risiko für Betriebe steigt

"Während sich auf der einen Seite die Situation am Ausbildungsmarkt für die Jugendlichen weiter verbessert, steigt auf der anderen Seite das Risiko der Betriebe, die angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzen zu können", heißt es in dem Bericht. Demnach gibt es bereits in diesem Jahr 1,6 Prozent weniger Schulabgänger ohne Abitur oder Fachhochschulreife.

Mehr Ausbildungsplätze als Bewerber

Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung konnten 35 Prozent der befragten Betriebe eine oder mehrere Lehrstellen im Ausbildungsjahr 2010/2011 nicht besetzen. Nach einem Bericht des "Focus" stehen in diesem Jahr in vielen Bundesländern erstmals mehr Ausbildungsplätze als potenzielle Bewerber zur Verfügung.

Das Magazin meldete unter Berufung auf eine Übersicht der Bundesagentur für Arbeit, in Baden-Württemberg hätten im April 51.000 gemeldete Bewerber rund 62.000 gemeldeten Ausbildungsstellen gegenübergestanden. In Bayern gab es demnach 81. 000 Ausbildungsstellen für 68.000 Bewerber. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Sachsen, Thüringen und Schleswig-Holstein gab es mehr Stellen als Bewerber.

Betriebe senken Anforderungen

Viele Betriebe würden deshalb bereits ihre Anforderungen senken und akzeptierten auch Bewerber mit schlechten Abschlüssen, sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler. "Die können ihre Vier in Mathe durch Einsatz ausgleichen."

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