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Arbeitsmarkt: Immer weniger Menschen ohne Job

Immer weniger Menschen ohne Job

28.06.2012, 15:13 Uhr | dapd, dpa-AFX

Arbeitsmarkt: Immer weniger Menschen ohne Job. Im Juni waren erneut weniger Menschen ohne Job (Quelle: dpa)

Die Arbeitslosigkeit ist im August leicht gestiegen (Quelle: dpa)

Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen war im Juni erneut rückläufig. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren 2,81 Millionen Menschen ohne Job, 46.000 weniger als im Mai und 84.000 weniger als im Juni 2011. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent, im Vorjahr hatte sie noch bei 6,9 Prozent gelegen.

Weise konstatiert schwächere Entwicklung

"Auf dem Arbeitsmarkt gibt es Anzeichen für eine schwächere Entwicklung", sagte der Chef Frank-Jürgen Weise. "Wir beobachten eine nachlassende Dynamik". So stieg die Arbeitslosigkeit bereinigt um saisonale Effekte im Vergleich zum Vormonat um 7000, die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld I erhöhte sich im Jahresvergleich um 26.000 auf 768.000. Zudem lag die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und in Rheinland-Pfalz im Juni über dem Vorjahreswert.

Während die Arbeitskräftenachfrage laut Weise ihren Höhepunkt sichtbar überschritten hat, setzt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ihren Aufwärtstrend fort. Nach BA-Hochrechnungen lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im April bei 28,9 Millionen und damit um 666.000 über dem Vorjahr. Ferner nahm die Erwerbstätigkeit im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 561.000 auf 41,6 Millionen zu.

Jede Branche schafft neue Jobs

Neue Jobs wurden in allen Branchen und allen Bundesländern geschaffen, vor allem in den wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien, im verarbeitenden Gewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. In der Zeitarbeit und im öffentlichen Dienst lag die Zahl der Beschäftigten indes unter dem Vorjahreswert.

Die Diskrepanz zwischen geringerem Rückgang der Arbeitslosigkeit und gleichzeitig deutlich gestiegener sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung erklärte der BA-Chef zum einen mit dem Zustrom aus der sogenannten Stillen Reserve. Dazu gehören etwa Frauen, die nach der Babypause zurück ins Arbeitsleben kommen. Zum anderen spiegle sich darin auch die Zuwanderung im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit und aus den krisengebeutelten EU-Ländern wider.

Großer Zustrom aus Krisenländern

Laut BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker nahmen im April 110.000 Zuwanderer mehr als im Vorjahr eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle in Deutschland an. Etwa 26.000 davon kamen aus Spanien, Griechenland, Portugal und Italien.

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