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Arbeitsmarkt: Viele Beschäftigte in Tourismus und Gastgewerbe nur mit Niedriglohn

Tourismusbranche: Niedriglohn im Urlaubsparadies

30.07.2012, 15:22 Uhr | dapd, dpa-AFX

Arbeitsmarkt: Viele Beschäftigte in Tourismus und Gastgewerbe nur mit Niedriglohn. Arbeit: In der Tourismusbranche erhalten viele Dumpinglöhne (Quelle: imago images)

Arbeit: In der Tourismusbranche erhalten viele Dumpinglöhne (Quelle: imago images)

In der Tourismusbranche erhalten laut einem "Bild"-Bericht mehr als zwei Drittel der Vollbeschäftigten (68,1 Prozent) weniger als den bundesweiten Niedriglohn von 1802 Euro brutto im Monat. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach sind von 1,8 Millionen Angestellten im Reise- und Gastgewerbe lediglich 600.000 in Vollzeit beschäftigt. Knapp die Hälfte (850.000 Angestellte) sei nur geringfügig beschäftigt. Linkspartei-Chef Bernd Riexinger sagte dazu: "Ausbeutung passt nicht zu Urlaubsparadiesen. Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn und ein Gütesiegel für faire Arbeitsbedingungen im Reisegewerbe."

Atypische Arbeit nimmt zu

Derweil erreichte die Zahl der atypisch Beschäftigten mit 7,92 Millionen Menschen einen neuen Rekordwert. Ihr Anteil an sämtlichen Erwerbstätigen betrug 22,1 Prozent. Vor allem Frauen (5,6 Millionen) arbeiten in Teilzeit, befristet oder in Leiharbeitsjobs.

Fast 70 Prozent haben einen unbefristeten Vertrag

Die regulären Jobs sind allerdings nicht unbedingt Vollzeitstellen. 23,67 Millionen Menschen und damit 66 Prozent aller Erwerbstätigen hatten laut Statistik einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Job mit mindestens 21 Wochenstunden und waren nicht an ein anderes Unternehmen ausgeliehen. Ihre Zahl erreichte noch nicht wieder den Wert von 2001, als 23,74 Millionen reguläre Jobs gezählt worden waren. Auszubildende sind dabei nicht berücksichtigt.

Nach den rot-grünen Arbeitsmarktreformen der "Agenda 2010" war die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse bis 2005 zunächst kontinuierlich gesunken. Seit 2006 beobachten die Statistiker im Schnitt wieder einen Anstieg, der 2011 besonders kräftig ausgefallen sei. Der Anteil der "Norm-Jobber" von rund zwei Dritteln aller Erwerbstätigen ist seit Jahren relativ stabil. 11,7 Prozent aller Erwerbstätigen waren 2011 Selbstständige oder mithelfende Familienangehörige.

Mehr reguläre Jobs

Dank des Booms auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind dagegen im vergangenen Jahr 610.000 zusätzliche reguläre Jobs entstanden. Ihre Zahl stieg damit 2011 deutlich schneller als die der atypischen Beschäftigungsverhältnisse, die nur um 80.000 zulegten, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete.

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