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Ranking: Wo die Mitarbeiter am zufriedensten sind

Ranking: Wo die Mitarbeiter am zufriedensten sind

04.09.2012, 15:39 Uhr | t-online.de - sia, t-online.de

Ranking: Wo die Mitarbeiter am zufriedensten sind. Ein aktuelles Ranking zeigt, wo auf der Welt sich Mitarbeiter im Job am wohlsten fühlen (Quelle: Archiv)

Ein aktuelles Ranking zeigt, wo auf der Welt sich Mitarbeiter im Job am wohlsten fühlen (Quelle: Archiv)

Indische Unternehmen haben die zufriedensten Mitarbeiter: Bereits zum dritten Mal eroberte das südasiatische Land den Spitzenplatz eines weltweiten Rankings der Management-Beratung Kienbaum. Den zweiten Platz der Rangliste sicherte sich Brasilien, gefolgt von der Türkei, die es in diesem Jahr erstmalig in die Rangliste geschafft hat. Deutschland landete auf Platz acht des Rankings und damit im Mittelfeld.

Seit 2012 ermittelt Kienbaum den so genannten Engagement-Index. Für die Studie wurden in diesem Jahr mehr als 9000 Mitarbeiter aus 19 Ländern der Wirtschaftsregionen Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien befragt, ob sie mit ihrer Arbeitsaufgabe, den Weiterbildungsmöglichkeiten in der Firma und der Anerkennung für die geleistete Arbeit zufrieden sind.

Wirtschaftsboom zeigt positive Wirkung

Mit einem Wert von 78 Prozent führt Indien den Index an, der internationale Durchschnitt liegt derzeit bei 56 Prozent. Nach der Einschätzung von Jan-Marek Pfau, Projektleiter der Studie bei Kienbaum, kann das Top-Ergebnis auf die kontinuierlich wachsende Wirtschaft Indiens zurückgeführt werden. Das Land erlebe mit seinem Wirtschaftswunder eine Situation, in der viele Beschäftigte ihren Lebensstandard durch Arbeit kontinuierlich verbessern könnten.

Reich der Mitte in Rangliste abgerutscht

Außerdem seien die Arbeitsbedingungen dort vielerorts humaner als etwa in China. Das Reich der Mitte belegte 2011 noch den zweiten Platz im Ranking, rutschte in diesem Jahr aber mit einem Wert von 60 Prozent gleich um drei Plätze ab.

"Im Vorjahr wurde China noch als Vorbild angepriesen, wie eine Volkswirtschaft durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Innovation erfolgreich sein kann. In diesem Jahr werden die Lobeshymnen aber bereits wieder leiser", sagt Pfau. An dem Beispiel wird deutlich, dass ein nachhaltig hohes Engagement der Mitarbeiter neben wirtschaftlichen Investitionen auch den Ausbau sozialer Leistungen und die Integration sozialer Bedürfnisse verlangt.

Deutschland knapp über dem Durchschnitt

Deutschland rangiert mit 57 Prozent knapp über dem Durchschnitt. Dabei hängt die Zufriedenheit der Mitarbeiter hierzulande laut der Untersuchung zu 67 Prozent von der Arbeitsbelastung, dem Arbeitsumfeld und der Aufgabe selbst ab. Zu 33 Prozent beeinflussen zudem Sicherheitsaspekte und das persönliche Wohlbefinden die Motivation der Beschäftigten in Deutschland.

"Wollen deutsche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter also langfristig binden und motivieren, müssen sie ihnen Wertschätzung sowohl ihrer Arbeit als auch ihrer Person entgegenbringen“, betont Jan-Marek Pfau.

Das sind die Schlusslichter

Das Schlusslicht in diesem Jahr bildet Chinas Nachbar Hongkong auf Platz 19 (43 Prozent). Einheimische erklärten den Unterschied zwischen den Nachbarländern mit kulturellen Unterschiede, erläutert Pfau. "Während Chinesen ihre positive Einstellung und ihre hohe Belastbarkeit anpreisen, entgegnen Hongkonger, sie arbeiteten genauso hart, seien aber zugleich reservierter im Äußern von Anerkennung und Wertschätzungen.“

Mit einem Index von weniger als 50 Prozent schnitten auch Schweden (Platz 16), Frankreich (Platz 17) und Japan (Platz 18) schlecht ab. Eine Ursache für das miese Ergebnis in diesen Ländern sieht Pfau in der aktuellen Wirtschaftskrise.

Krise sorgt für schlechte Stimmung in Europa

Im europäischen Raum könnte demnach die Angst vor Reformen und bevorstehenden Sparmaßnahmen für die relativ schlechte Stimmung der Mitarbeiter verantwortlich sein. Die Zufriedenheit französischer Mitarbeiter etwa ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 49 Prozent gesunken.

"Frankreich, eine der fünf größten Wirtschaftsmächte der Welt, ist innerhalb Europas wirtschaftlich längst nicht mehr so gut aufgestellt. [...] Vor dem Hintergrund der kritischen Situation französischer Automobilhersteller steigt allmählich jedoch das Bewusstsein der Unternehmen, sich langfristig globaler ausrichten zu müssen", erläutert Pfau.

Unterdurchschnittliches Engagement in Frankreich

Damit sinke die Arbeitsplatzsicherheit französischer Arbeitnehmer - bei einer ohnehin hohen Arbeitslosenquote von zehn Prozent. Das äußert sich dem Experten zufolge mittelbar in der pessimistischen Einstellung und unterdurchschnittlichem Engagement.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung überrascht: Mitarbeiter über als 61 Jahre fühlen sich demnach mit einem Wert von 61 Prozent am wohlsten im Job. Beschäftigte zwischen 31 und 40 Jahren hingegen sind an wenigsten engagiert (55 Prozent). Ähnlich motiviert ist die "Generation Y" - dabei handelt es sich um maximal 21 bis 30 Jahre alte und noch jüngere Umfrageteilnehmer - mit 56 beziehungsweise 58 Prozent.

"Generation Y" weniger zufrieden als ältere

"Die ältere Arbeitnehmergeneration gibt an, genau zu wissen, was von ihr erwartet wird. Darüber hinaus haben diese Mitarbeiter offenbar Freude an täglich anfallenden Arbeiten", sagt Pfau. Die "Generation Y" strebe indes eher an, die richtige Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu finden und interessiere sich dafür, welchen Einfluss ihre Arbeit auf den gesamten Unternehmenserfolg hat.

Unterschiede zwischen den Branchen

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter hängt offensichtlich auch von der Branche ab. Beschäftigte im Bergbau und im Finanzsektor empfinden den Angaben zufolge ihren Job am erfüllendsten. Beide Gewerbezweige sicherten sich mit einem Wert von rund 60 Prozent den ersten Platz in der Rangliste nach Branchen.

Weniger glücklich in ihrem Unternehmen als noch 2011 sind hingegen Finanzdienstleister. Als Ursachen hierfür identifiziert Pfau die durch die Krise gesunkene Jobsicherheit und geringere Investitionen der Unternehmen etwa in die Ausstattung der Arbeitsplätze.

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