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Studie: eine halbe Million Vollzeit-Pflegekräfte werden in Zukunft fehlen

Deutschland droht der Pflegenotstand

19.11.2012, 15:08 Uhr | dpa, t-online.de

Deutschland steuert offenbar mit Vollgas in die Pflegekatastrophe. Das ergab zumindest eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung. Wie der "Spiegel“ unter Berufung auf die Studie schreibt, dürften 2030 rund eine halbe Million Vollzeit-Pflegekräfte fehlen. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt rasant, doch der Anreiz den Pflegeberuf zu ergreifen ist aber nach wie vor schwach. Experten warnen schon jetzt vor erheblichen Problemen für viele Orte.

Immer mehr Pflegebedürftige

Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bis 2030 um fast die Hälfte auf knapp dreieinhalb Millionen steigen wird - laut der Stiftung wird sie sich in manchen Kommunen sogar verdoppeln. "In vielen Landkreisen wird es zu erheblichen Versorgungsproblemen kommen, wenn heute nichts geschieht", sagt Heinz Rothgang vom Bremer Zentrum für Sozialpolitik, einer der Autoren der Studie.

In der Studie werden Daten für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt in Deutschland ausgewiesen. Dabei fallen die Prognosen für die Bundesländer offenbar sehr unterschiedlich aus.

So wird für Bremen ein Anstieg bei den Pflegebedürftigen um rund 28 Prozent vorausgesagt, für Brandenburg hingegen um rund 72 Prozent. Für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird ein Anstieg um 56 Prozent prognostiziert, für Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein um 54 Prozent. Die übrigen Bundesländer: Sachsen 46 Prozent, Thüringen 46 Prozent, Niedersachsen 45 Prozent, Hessen 43 Prozent, Nordrhein-Westfalen 41 Prozent, Rheinland-Pfalz 41 Prozent, Sachsen-Anhalt 40 Prozent, Saarland 34 Prozent, Hamburg 32 Prozent.

Altenpflege muss attraktiver werden

Als Maßnahme gegen den Mangel von Pflegekräften schlägt die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine Verkürzung der Altenpflege-Ausbildung vor. Für Arbeitslose mit Vorkenntnissen sollten zwei statt drei Jahre Ausbildung genügen, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker den "Ruhr Nachrichten". "Im Bereich der Altenpflege könnten sofort 10.000 Fachkräfte eingestellt werden, wir haben aber einen erheblichen Mangel an examinierten Kräften“, erklärte Becker und kritisierte damit die bestehenden gesetzlichen Hürden.

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