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ThyssenKrupp: Millionenklage gegen Ex-Manager

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ThyssenKrupp will mehr als 100 Millionen Euro von Ex-Vorstand

10.12.2012, 17:05 Uhr | dapd, t-online.de, AFP

ThyssenKrupp: Millionenklage gegen Ex-Manager. Der Stahlriese ThyssenKrupp will sich mit einem Ex-Manager anlegen (Quelle: dpa)

Der Stahlriese ThyssenKrupp will sich mit einem Ex-Manager anlegen (Quelle: dpa)

ThyssenKrupp räumt auf: Wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung am sogenannten Schienenkartell plant der Stahlriese einem Pressebericht zufolge, einen ehemaligen Manager auf 103 Millionen Euro Schadenersatz zu verklagen. Eine Summe, die der Mann wohl kaum aufbringen kann. Warum der Konzern sich dennoch mit ihm anlegt - und weiteren einstigen Spitzenkräften an den Kragen will.

Schlüsselfigur im Schienenkartell?

Mit der Klage wolle Vorstandschef Heinrich Hiesinger Zugriff auf die für Manager-Versagen abgeschlossene Manager-Haftpflichtversicherung bekommen, meldet die "Süddeutsche Zeitung". Laut dem Bericht glaubt ThyssenKrupp dem früheren Spartenvorstand für das Schienengeschäft nachweisen zu können, dass er eine Schlüsselfigur im Kartell gewesen sei.

Der geforderte Schadenersatz entspreche der Bußgeldsumme, den das Unternehmen zahlen musste, weil es mit anderen Lieferanten der Deutschen Bahn (DB) mindestens ein Jahrzehnt lang die Preise für Schienen und Weichen abgesprochen hatte, heißt es in dem Bericht. Der einstige Vorstand indes bestreite alle Vorwürfe.

Mit der Klage wolle Hiesinger auch den Beschäftigen demonstrieren, dass dunkle Geschäfte und Misswirtschaft bei ThyssenKrupp geahndet würden, schreibt die Zeitung. Der Konzern war zuletzt von Korruptionsaffären und Milliardenverlusten bei zwei Stahlwerken in Übersee erschüttert worden. Den Angaben zufolge soll die Klage gegen den Ex-Spartenvorstand noch in diesem Jahr erfolgen, bevor Ende des Jahres Verjährung eintrete. Gegen den Ex-Manager ermittelt demnach auch die Staatsanwaltschaft Bochum wegen des Schienenkartells.

Millionen-Bußgelder für "Schienenfreunde"

Das "Schienenfreunde"-Kartell war im vergangenen Jahr aufgeflogen. Wegen illegaler Preisabsprachen zu Lasten der Deutschen Bahn verhängte das Bundeskartellamt im Juli Bußgelder von insgesamt 124,5 Millionen Euro gegen vier Stahlfirmen: gegen ThyssenKrupp Gleistechnik und die seit 2010 zum Vossloh-Konzern gehörende Firma Stahlberg Roensch sowie gegen die Voestalpine-Töchter TSTG Schienen-Technik und Voestalpine BWG. Darüber hinaus gehörten noch weitere Firmen zu dem Kartell. Alle Vorwürfe hinsichtlich eines Aufzugs- und Rolltreppenkartells betreffen den Zeitraum vor 2004.

Milliardenpannen in Brasilien im Visier

Und noch an anderer Stelle greift der Konzern durch: Wegen milliardenschwerer Pannen und Verluste beim Bau von zwei Stahlwerken in Brasilien und in den USA will ThyssenKrupp weitere ehemalige Vorstände zur Verantwortung ziehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme habe ein entsprechendes Gutachten bei einer Anwaltskanzlei in Auftrag gegeben, berichtete der "Spiegel".

Es solle klären, ob Alt-Vorstände und Manager wie der frühere Stahlchef Ekkehard Schulz, Edwin Eichler oder Karl-Ulrich Köhler den Aufsichtsrat bewusst falsch informiert und getäuscht haben. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr müsse das ThyssenKrupp-Management bei den beiden Stahlwerken weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von rund drei Milliarden Euro vornehmen, wie das Magazin schreibt.

Neues Konzept angekündigt

Die "WirtschaftsWoche" hatte kürzlich gemeldet, Hiesinger werde nach der Trennung von drei Vorständen bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept für die Zukunft des deutschen Stahlgeschäfts erarbeiten lassen, das "alle Möglichkeiten" prüfen soll. Unter Berufung auf Aufsichtsräte schreibt die Zeitung, dazu gehörten alle Optionen von einer organisatorischen Ausgliederung der deutschen Stahlwerke bis zu einem Börsengang.

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