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Puma-Chef muss seinen Hut nehmen

Puma-Chef muss seinen Hut nehmen

12.12.2012, 11:57 Uhr | dpa

Puma-Chef muss seinen Hut nehmen. Der noch amtierende Vorsitzende geschäftsführende Direktor der Puma SE, Franz Koch (Quelle: dapd)

Der noch amtierende Vorsitzende geschäftsführende Direktor der Puma SE, Franz Koch (Quelle: dapd)

Überraschend wechselt Sportartikelhersteller Puma seinen Chef aus. Der Verwaltungsrat beschloss, dass Franz Koch "in beiderseitigem Einvernehmen" Ende März 2013 sein Amt niederlegen und auch aus der Geschäftsführung des Mehrheitsaktionärs PPR ausscheiden wird, teilte das MDAX-Unternehmen in Herzogenaurach mit. Der 33-jährige Koch hatte den Posten erst im Juli 2011 übernommen.

Puma will Veränderungen

Als Begründung führte Puma an, dass mit dem Ausscheiden des vorherigen Langzeit-Chefs Jochen Zeitz von dessen jetzigem Posten als Verwaltungsratschef am 1. Dezember ein Kapitel in der Firmengeschichte zu Ende gegangen sei. "Das Unternehmen tritt jetzt in eine neue Phase seiner Unternehmensentwicklung ein und verändert angesichts dieser Herausforderungen auch seine Topmanagement-Struktur."

Für die Aktie ging es nach unten. Sie büßte 1,4 Prozent ein.

Krise belastet Unternehmen

Puma kämpft schon das ganze Jahr über mit immer schlechter werdenden Zahlen. Im dritten Quartal brach der Überschuss um mehr als 85 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein. Gründe waren neben der schwachen Nachfrage in Europa vor allem hohe Kosten für Sparmaßnahmen und den verschärften Konzernumbau. 80 Millionen Euro verschlang die Restrukturierung der Organisation in Europa, die Optimierung des eigenen Ladennetzes sowie der Umbau des Managements allein zwischen Juli und September.

Nachfolge noch unklar

Wer Kochs Nachfolger werden wird, ist noch offen - er soll bis zum Frühjahr bestellt werden. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Jean-François Palus, sagte, dass der Umbau des Unternehmens weiter forciert sowie Produkt- und Marketinginnovationen gezielt gefördert werden sollten. "Dabei werden wir auch in Zukunft die erforderlichen Ressourcen für die Weiterentwicklung der Marke bereitstellen, gleichzeitig aber auch ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufschlagen." Palus vertritt das französische Luxusgüterunternehmen PPR, das bei Puma das Sagen hat.

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