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Jobcenter-Mitarbeiter werden mit Anweisungen überflutet

Jobcenter-Mitarbeiter werden mit Anweisungen überflutet

14.12.2012, 14:50 Uhr | dpa

Jobcenter-Mitarbeiter werden mit Anweisungen überflutet. Das Jobcenter ist kein ruhiger Schreibtischjob für die Mitarbeiter (Quelle: dpa)

Das Jobcenter ist kein ruhiger Schreibtischjob für die Mitarbeiter (Quelle: dpa)

Beratung, Leistungssachbearbeitung, Vermittlung und eine Flut an Arbeitsanweisungen aus der Nürnberger Zentrale: Die Mitarbeiter in deutschen Arbeitsagenturen und Jobcentern sind nach einem Zeitungsbericht zunehmend überlastet. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, verschickte die Bundesagentur für Arbeit von Januar bis November 346 Weisungen mit einem Umfang von 921 Seiten und 8105 Seiten Anhang.

Das bayerische Sozialministerium äußerte demnach Bedenken, dass die Papierflut die Kapazitäten der Mitarbeiter übersteige.

Immer wieder neue Regelungen

Eine Sprecherin der Bundesagentur sagte, einer der Gründe für die große Zahl von Anweisungen an die Jobcenter seien die zahlreichen Gesetzesänderungen in den vergangenen Jahren. Seit Bestehen des Sozialgesetzbuchs II, das Hartz IV regelt, habe es 65 Gesetzesänderungen gegeben.

Auch die jüngste Neuordnung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente sei mit Anweisungen verbunden gewesen - wie auch die höchstrichterliche Rechtsprechung per Anweisung den Jobcentern vermittelt werde.

Bundesprogramme führen auch zu Anweisungen

Bundesprogramme wie die "Aktion 50plus" führten ebenfalls zu neuen Anweisungen in den Jobcentern. "Ich gebe allerdings zu bedenken, dass nicht jeder Jobcenter-Mitarbeiter von jeder Anweisung betroffen ist. Ein Leistungssachbearbeiter muss nicht unbedingt die an Arbeitsvermittler gerichteten Anweisungen lesen", sagte die BA-Sprecherin.

Grundsätzlich sei die Agentur bemüht, die Regelung zu straffen. So habe sich die Zahl der Anweisungen im Vergleich zu 2008 halbiert.

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