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Die Kosten der Krankmeldung: 46 Milliarden Euro im Jahr 2011

46 Milliarden Kosten durch kranke Arbeitnehmer

27.02.2013, 13:51 Uhr | dpa, t-online.de

Die Kosten der Krankmeldung: 46 Milliarden Euro im Jahr 2011. Jeder Arbeitnehmer war im Jahr 2011 im Schnitt 12,6 Tage krankgemeldet (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder Arbeitnehmer war im Jahr 2011 im Schnitt 12,6 Tage krankgemeldet (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Krankheit als Kostenfaktor: Die Fehltage haben 2011 bei den deutschen Arbeitgebern Kosten von 46 Milliarden Euro verursacht. Diese Zahlen hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in ihrem Jahresbericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" vorgelegt. Die entgangene Wertschöpfung, die ohne Ausfälle hätte erzielt werden können, liegt demnach sogar noch deutlich höher: 80 Milliarden Euro.

Grundlage für die Berechnung waren die insgesamt 460,6 Millionen Krankheitstage, die mit dem Durchschnittsverdienst multipliziert wurden. Jeder Arbeitnehmer in Deutschland war 2011 im Schnitt 12,6 Tage offiziell krankgemeldet. Das sind 1,3 Tage mehr als ein Jahr zuvor.

Ausfälle aus psychischen Gründen steigen rasant

Vor allem die Ausfälle wegen psychischer Erkrankungen stiegen demnach in den vergangenen Jahren rasant. Sie stehen an dritter Stelle der Statistik. Die Fallzahlen in dieser Kategorie schnellten innerhalb von nur drei Jahren um 44 Prozent von 41 Millionen auf 59,2 Millionen im Jahr 2011 hoch.

Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit sind dem Bericht zufolge wie auch in den vergangenen Jahren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Rund jeder fünfte Krankheitstag war auf diese Diagnose zurückzuführen. Dahinter stehen Atemerkrankungen.

Deutlicher Anstieg: 2011 waren deutsche Arbeitnehmer länger krank als im Vorjahr (Quelle: dpa)Deutlicher Anstieg: 2011 waren deutsche Arbeitnehmer länger krank als im Vorjahr (Quelle: dpa) Todesfälle durch Asbestfolgen nehmen zu

An den Folgen anerkannter Berufskrankheiten starben 2560 Menschen. Besonders deutlich war im Jahr 2011 ein Anstieg der Todesfälle bei Asbestfolgeerkrankungen. Gravierende Folgen hatten zudem schwere Erkrankungen wie Lungenkrebs, Silikose oder radioaktive Verseuchungen. Tausende Menschen sterben jährlich an den Folgen oder gehen in die Arbeitsunfähigkeit. Mehr als 74.000 Anträge auf Berufsunfähigkeit gingen 2011 ein. Anerkannt wurde aber nur ein Bruchteil.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitsunfälle 2011 um 3,6 Prozent zurückgegangen. Sie liegt bei rund einer Million. 664 der Unfälle endeten tödlich: 520 am Arbeitsplatz, 144 im Straßenverkehr während der Arbeit. Die größten Gefahren lauern auf Baustellen. Dort ereigneten sich je 1000 Beschäftigten mehr als 70 Unfälle. 2010 waren es noch knapp 58. Mehr Menschen als 2010 kamen auf dem Weg von und zur Arbeit ums Leben: 400 Menschen starben bei 190.000 Unfällen.

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