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BA-Chef Weise sieht bis zu 180.000 Zuwanderer aus dem Osten

BA-Chef Weise sieht bis zu 180.000 Zuwanderer aus dem Osten

30.03.2013, 11:02 Uhr

BA-Chef Weise sieht bis zu 180.000 Zuwanderer aus dem Osten. BA-Chef Frank-Jürgen Weise (Quelle: dapd)

BA-Chef Frank-Jürgen Weise (Quelle: dapd)

Die Bundesagentur für Arbeit erwartet eine kräftige Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren, für die ab 2014 die volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit in der EU gilt – und beurteilt dies positiv. "Wir erwarten aus Bulgarien und Rumänien eine Netto-Zuwanderung von 100.000 bis 180.000 Arbeitskräften pro Jahr auf den deutschen Arbeitsmarkt", sagte BA- Chef Frank-Jürgen Weise der "Rheinischen Post".

Bundesagentur erwartet vor allem Qualifizierte

Auf die Frage, ob verstärkt Armutsflüchtlinge und Schwarzarbeiter kommen werden, sagte Weise: "Solche Erscheinungen gibt es, aber sie dominieren nicht den Arbeitsmarkt."

Ähnliche Befürchtungen habe es gegeben, als EU-Länder wie Polen 2011 die Arbeitnehmer-Freizügigkeit erhielten. Sie hätten sich nicht bestätigt. "Wir erleben eine Nettozuwanderung von 100.000 Arbeitskräften pro Jahr aus Ländern wie Polen, Ungarn und den baltischen Ländern", erläuterte Weise. "Die Menschen sind überwiegend gut qualifiziert."

Mehr Jobsucher aus den Krisenländern

Zugenommen habe die Zahl der Zuwanderer aus den von der Euro-Krise betroffenen Staaten: "Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland aus Spanien, Italien, Portugal und Griechenland hat sich um rund 33.000 auf 462.000 erhöht", sagte Weise.

"Der Anstieg der Beschäftigten fiel bei den Spaniern und Griechen mit 16,7 beziehungsweise 10,9 Prozent am stärksten aus." Der deutsche Arbeitsmarkt brauche auf Dauer eine Nettozuwanderung von mindestens 200.000 Arbeitskräften pro Jahr, um den Fachkräftebedarf decken zu können, so der BA-Chef.

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