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Neuer Minusrekord: Immer weniger Auszubildende in Deutschland

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Immer weniger Auszubildende in Deutschland - neuer Minusrekord

11.04.2013, 12:41 Uhr | t-online.de, dpa

Neuer Minusrekord: Immer weniger Auszubildende in Deutschland.  Ein Auszubildender im Ausbildungszentrum von BMW in München (Quelle: dpa)

Ein Auszubildender im Ausbildungszentrum von BMW in München (Quelle: dpa)

Im vergangenen Jahr haben so wenig junge Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen wie noch nie. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge sank gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf den Minusrekord von 548.100, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 17.700 Verträge weniger als 2011, als Doppeljahrgänge von Abiturienten für eine kurzfristige Steigerung gesorgt hatten

Immer mehr Schulabgänger studieren

Als Gründe für die Rückgänge nannten die Statistiker die demografische Entwicklung und die höhere Neigung der Schulabgänger zum Studieren.

In den neuen Bundesländern einschließlich Berlin gingen die Zahlen mit einem Minus von 5,5 Prozent stärker zurück als im Westen (minus 2,7 Prozent). Im Osten gibt es weniger Ausbildungsbetriebe und der Anteil der Lehrlinge an den Gesamtbeschäftigten liegt unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt.

Minusrekord seit der Wiedervereinigung

Die Gesamtzahl der Auszubildenden betrug zum Jahresende 2012 gut 1,43 Millionen, ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. Das bedeutet einen Minusrekord seit der Wiedervereinigung.

Hier verlief die Entwicklung in den neuen Ländern und im früheren Bundesgebiet ebenfalls unterschiedlich, berichtete das Statistische Bundesamt. Während die Zahl der Auszubildenden im vergangenen Jahr in Westdeutschland um 0,7 Prozent sank, gab es in den neuen Ländern 8,3 Prozent weniger Auszubildende als 2011.

Handwerk mit starkem Rückgang

Insbesondere das Handwerk musste einen Rückgang von vier Prozent bei den Neuverträgen verkraften. Mit einem Minus von 2,8 Prozent blieb der größte Bereich Industrie und Handel nur leicht unter dem Schnitt.

Mit leichten Schwankungen geht die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse seit der Jahrtausendwende zurück. 1999 waren noch fast 88.000 Verträge mehr abgeschlossen worden als 2012.

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