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Heinrich von Pierer: Griechenland hat Ex-Siemens-Chef im Visier

Heinrich von Pierer: Griechenland hat Ex-Siemens-Chef im Visier

15.04.2013, 14:48 Uhr | t-online.de

Heinrich von Pierer: Griechenland hat Ex-Siemens-Chef im Visier. Heinrich von Pierer war von 1992 bis 2005 Siemens-Chef (Quelle: Reuters)

Heinrich von Pierer war von 1992 bis 2005 Siemens-Chef (Quelle: Reuters)

Neuer Ärger für Siemens - vor allem aber für den ehemaligen Chef des Konzerns: Heinrich von Pierer soll in der Schmiergeldaffäre des Unternehmens in Athen aussagen - als Beschuldigter. Das berichtet das "Handelsblatt". Demnach droht dem Manager im Falle eines Schuldspruchs lebenslange Haft.

Auch Vorstandskollegen angeklagt

Die griechischen Ermittlungsrichter haben dem Bericht zufolge außer Pierer noch zwölf weitere Ex-Manager vorgeladen, darunter nach "Spiegel"-Angaben auch drei ehemalige Vorstandskollegen des Beschuldigten: Ex-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger, Thomas Ganswindt und Volker Jung.

Dabei geht es noch einmal um die Schmiergeldzahlungen an griechische Politiker und Beamte, durch die sich die griechische Siemens-Tochter öffentliche Aufträge gesichert haben soll. Die Vorwürfe gegen von Pierer und seine einstigen Kollegen lauten laut "Handelsblatt" jahrelange aktive gemeinschaftliche Bestechlichkeit in einem besonders schweren Fall sowie Geldwäsche. Von Pierer habe sich dazu nicht äußern wollen.

Frist gesetzt

Zwei Monate hätten die Beschuldigten jetzt Zeit, in Athen zu erscheinen, schreibt die Zeitung. Wer die Frist verstreichen lasse, dem drohe ein internationaler Haftbefehl. Das heißt: Vor allem bei Aufenthalten im Ausland müssen von Pierer und Co. damit rechnen, festgenommen und nach Griechenland ausgeliefert zu werden.

Nach Angaben des "Handelsblatts" ist Volker Jung aus diesem Grund nicht mehr ins Ausland gereist, seit 2010 in Griechenland Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Von Pierer sei in Deutschland zwar keine persönliche Verwicklung in die Schmiergeld-Vorgänge nachgewiesen und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verletzung der Aufsichtspflicht eingestellt worden. Athen will aber weiter gegen ihn ermitteln, obwohl das nicht internationalem Recht entspricht.

Beschwerde wegen unrechtmäßiger Anklage

Das treffe auch auf die meisten anderen Angeklagten zu, meldet die Zeitung. Beobachter in Athen sähen darin den Einfluss einer zunehmenden deutsch-feindlichen Stimmung in Griechenland. Jungs Anwalt erwägt laut der Zeitung eine Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof - wegen eines "eklatanten Verstoßes gegen europaweit geltende rechtsstaatliche Grundsätze".

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