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Wolfgang Porsche wird 70

Wolfgang Porsche wird 70

03.05.2013, 14:10 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Wolfgang Porsche wird 70. Der Spross des Auto-Clans feiert am 10. Mai einen runden Geburtstag (Quelle: dpa)

Der Spross des Auto-Clans feiert am 10. Mai einen runden Geburtstag (Quelle: dpa)

Waldorfschüler, Biobauer und Aufsichtsrats-Mitglied: Wolfgang Porsche ist anders als sein Cousin, der VW-Chef Piech, und vielleicht genießt er gerade deshalb ein hohes Ansehen bei der Belegschaft. Am 10. Mai feiert der Enkel von Ferdinand Porsche seinen 70. Geburtstag.

9000 Liter Milch geben seine Pinzgauer Kühe auf dem Schüttgut der Familie im Salzburger Land. "Das mache ich gern", gibt Porsche zu. Er liebt die Nähe zu den Tieren. Auf dem Schüttgut in Zell am See hat Wolfgang Porsche seine ersten Lebensjahre verbracht. Die Porsches flohen damals vor dem Krieg ins Salzburger Land. Inzwischen hat er seinen Hauptwohnsitz dorthin zurückverlegt.

Keine Gier nach Profit

Wolfgang Porsche stammt aus dem Zweig der Familie, der als anthroposophisch gilt. "Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass man nicht nach Profiten giert, sondern dass man unter Menschen mit Menschen umgeht", sagte der ehemalige Waldorfschüler in einem Beitrag des SWR.

Während seinen Cousin Ferdinand Piëch, den Autokonstrukteur und Manager, eine Aura kühler Unnahbarkeit und kompromissloser Willenskraft umgibt, gilt Wolfgang Porsche als bodenständiger und traditionsbewusster Familienmensch.

Betriebsrat schätzt Porsche

Bei den Arbeitnehmervertretern hat Porsche einen ungewöhnlich guten Ruf: "Er ist ein selbstbewusster Arbeitgeber mit einem großen Herzen", sagt Betriebsratschef Uwe Hück. Mit seiner diplomatischen Art schaffte er es, die Interessen seiner Firma auch nach dem missglückten Übernahmeversuch von VW gegen die Dominanz seines Cousins Piëch zu sichern. Dem bescheinigte Porsche-Urenkel Peter Daniell Porsche vor gut einem Jahr die reine "Lust an der Macht".

Doch auch mit Szenen, wie etwa im Jahre 2009 stattgefunden, sichert sich Wolfgang Porsche den Rückhalt des Betriebsrats. Mit tränenerdrückter Stimme rief er im Innenhof des Stammwerks in Stuttgart-Zuffenhausen der Belegschaft den Satz zu: "Der Mythos Porsche lebt und wird nie untergehen." Daher auch die Aussage von Hück: "Ich werde mich immer für Wolfgang Porsche einsetzen."

Porsche denkt über Nachfolger nach

So langsam denkt Porsche auch darüber nach, wer ihn einmal beerben könnte. "Darüber werden wir in den nächsten Jahren entscheiden müssen", sagte er jüngst der "Bild"-Zeitung. "Es sollten aber bei den möglichen Nachfolgern aus der Familie Neigungen und Fähigkeiten zu den Aufgaben passen."

Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen ihn

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Wolfgang Porsche. Der Verdacht auf Beihilfe zur Marktmanipulation steht im Raum.

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