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Urteil: 7000 Euro für Mobbingopfer

Urteil: 7000 Euro für Mobbingopfer

06.05.2013, 18:13 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

. In manchen Büros geht es alles andere als kollegial zu (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In manchen Büros geht es alles andere als kollegial zu (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gute Nachricht für alle im Job Schikanierten: Wer von Kollegen und Vorgesetzten gemobbt wird, kann Anspruch auf Schmerzensgeld haben. Eine entscheidende Rolle spielt dabei, dass der Betroffene systematisch ausgegrenzt wurde. Das hat das Arbeitsgericht Siegburg entschieden (Az.:1 Ca 1310/12).

Streit um mangelnde Auslastung

Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin. In dem konkreten Fall war ein gelernter Industriekaufmann seit 1992 in der IT-Abteilung eines Unternehmens beschäftigt. Der Mann hatte als Bereichsleiter des Softwareservices der Firma gearbeitet, bis dort in den Jahren 2003 und 2004 eine allgemeine Umstrukturierung durchgeführt wurde.

In der Folge fiel die Ebene der Bereichsleiter weg, der Mitarbeiter bekleidete von da an die Position eines Task Manager Informations-Technologie. Vom Jahr 2006 an sprach der heute 63-Jährige seinen Vorgesetzten mehrfach darauf an, dass er nicht ausgelastet sei und bat um weitere Aufgaben.

Streit um Abfindung

Der Arbeitgeber habe daraufhin die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung angesprochen, heißt es in dem Urteil. Die Parteien hätten sich jedoch nicht über die Höhe einigen können. Der Mitarbeiter habe einen Betrag von mehr als 150.000 Euro genannt, das Unternehmen sei zur Zahlung von 20.000 Euro bereit gewesen. Das Angebot habe der Mitarbeiter abgelehnt.

Schikanen spitzen sich zu

Schließlich wurde er angewiesen, täglich Arbeitsberichte zu verfassen und EDV-Schrott zu sortieren. Zu den Schikanen gehörte ein Arbeitsplatz am Fenster mit dem Rücken zum Kollegen und Blick auf den Parkplatz sowie ein Stuhl ohne Armlehnen. Es wurde ihm vorgeworfen, die Toilette unsauber verlassen zu haben und die Bürotüren zu laut zuzuschlagen. Kritisiert wurde zudem, dass der Mann in seiner Pause am Arbeitsplatz Zeitung las.

Der Konflikt spitzte sich in der Folgezeit so zu, dass der Angestellte sich psychotherapeutisch behandeln lassen musste. Seit November 2010 war er arbeitsunfähig erkrankt. Schließlich klagte der Mitarbeiter auf Schmerzensgeld wegen Verletzung seinet Persönlichkeitsrechte.

Richter: Mann wurde systematisch ausgegrenzt

Die Richter stellten sich auf die Seite des Mannes und sprachen ihm 7000 Euro Schmerzensgeld zu. Der Arbeitgeber habe den Angestellten systematisch ausgegrenzt und ihm suggeriert, fachlich und persönlich ungeeignet und minderwertig zu sein. Das habe seine persönliche Würde verletzt.

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