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BGH: Urteil gegen Gribkowsky rechtskräftig

BGH: Urteil gegen Gribkowsky rechtskräftig

10.05.2013, 14:36 Uhr | dpa-AFX

Die Gefängnisstrafe für den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist rechtskräftig. Sowohl Gribkowsky selbst als auch die Staatsanwaltschaft München hätten die Revisionen zurückgenommen, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit.

Sein Anwalt Daniel Amelung sagte, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft habe eine Rücknahme der Revision im Raum gestanden. "Beide Seiten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sie damit leben können." Er hoffe nun darauf, dass Gribkowsky in absehbarer Zeit Freigänger werde, um ein Arbeitsangebot des österreichischen Baukonzerns Strabag annehmen zu können.

Vor seiner Verhaftung gehörte Gribkowsky bis 2010 dem Strabag-Aufsichtsrat an. Das Unternehmen hatte dem ehemaligen Landesbanker nach früheren Angaben eine "beratende Tätigkeit ohne Führungsfunktion und ohne Zeichnungsrecht entsprechend seiner Qualifikation im Finanzwesen" am Standort München angeboten. Damit wolle man Gribkowsky bei der Reintegration in die Gesellschaft unterstützen, hieß es. Amelung geht davon aus, dass sich die mögliche Tätigkeit bei dem Baukonzern mit dem "klassischen Freigänger-Dasein" vereinbaren lässt.

Schmiergeld von Formel-1-Boss Ecclestone

Das Landgericht München hatte den Ex-Landesbanker im vergangenen Jahr zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er habe beim Verkauf der BayernLB-Anteile an der Formel 1 rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erhalten und ihm im Gegenzug 66 Millionen Dollar Provision zugeschanzt.

Ob auch gegen Formel-1-Boss Ecclestone Anklage wegen des Verdachts der Bestechung erhoben wird, ist weiter offen. "Das Verfahren läuft noch", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Wann eine Entscheidung falle, sei nicht absehbar.

Gribkowsky zahlt Entschädigungen

Der BayernLB ist dadurch laut Gericht ein Schaden von umgerechnet rund 30 Millionen Euro entstanden, den Gribkowsky wiedergutmachen soll.

Mittlerweile hat er damit begonnen, die Bank für den entstandenen Millionenschaden zu entschädigen. Aus dem Gefängnis heraus veranlasste er bereits im Januar dieses Jahres, dass die BayernLB auf sein Vermögen zugreifen darf. Das betreffe unter anderem seine Stiftung "Sonnenschein" in Österreich, in der ein Großteil seines Vermögens lagere, sagte ein BayernLB-Sprecher. Dort wurden mit Zustimmung von Gribkowsky neue Vorstände eingesetzt, die den Auftrag haben, die Stiftung aufzulösen und das Geld an die Bank auszuzahlen.

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