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Gesundheitsreport der TK: Munterer Süden, kränkelnder Osten

TK-Gesundheitsreport: Munterer Süden, kränkelnder Osten

14.05.2013, 10:54 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Je südlicher, desto gesünder: Arbeitnehmer in Baden-Württemberg waren im vergangenen Jahr weit seltener krankgeschrieben als etwa in Mecklenburg-Vorpommern. Das belegt der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) für das vergangene Jahr. Woher solche Unterschiede kommen, ist dagegen unklar - Arbeitslosigkeit scheint aber ein Verstärker zu sein.

Laut dem Report waren Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr im Schnitt 11,6 Tage krankgeschrieben. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern fehlten dagegen an 17,5 Tagen.

Trend bestätigt durch weitere Beispiele

Gesunder Süden, kränkelnder Osten - dieser Trend zeigt sich anhand weiterer Bundesländer: In Brandenburg (17,3 Tage) und Sachsen-Anhalt (16,8 Tage) werden ähnlich hohe Fehlzeiten wie in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet. Bayern (12,2 Tage) dagegen ist nach Baden-Württemberg das gesündeste Bundesland. Allerdings zählt auch Sachsen (13,8 Tage) zu den sehr gesunden Lebensräumen.

Bis heute gebe es keine befriedigende Erklärung für die im Großen und Ganzen ziemlich konstanten Unterschiede zwischen den Bundesländern, erläuterte Gudrun Ahlers, die bei der TK für Gesundheitsberichte verantwortlich ist.

Auffälliger Zusammenhang zwischen Krankheit und Arbeitslosenquote

Auffällig ist allerdings, dass die Länder mit hohen Fehlzeiten auch bei den Arbeitslosenzahlen hinten liegen. Baden-Württemberg und Bayern dagegen haben in beiden Disziplinen die niedrigsten Werte. Im Gespräch mit t-online.de sagte Ahlers, die Joblosigkeit sei definitiv ein Krankmacher. "Unsere Arbeitslosen sind psychisch stark belastet", sagte sie.

Berlin hat sich etwas kuriert

Deutlich geändert habe sich die Lage bei den Krankschreibungen vor allem in Berlin. Die Bundeshauptstadt hatte laut dem Report für das Jahr 2000 noch die höchsten Fehlzeiten. Mittlerweile liege Berlin zumindest hinter Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Insgesamt waren die Arbeitnehmer in Deutschland laut den Ergebnissen im vergangenen Jahr kaum häufiger, pro Fall jedoch etwas länger krankgemeldet als im Vorjahr. Seit einem historischen Tiefstand im Jahr 2006 haben bis 2012 die gemeldeten Arbeitsunfähigkeits-Zeiten um 23,9 Prozent zugenommen.

Nach Grippewelle dürften Fehlzeiten weiter wachsen

Schon vor dem Hintergrund der ausgeprägten Grippe- und Erkältungswelle zu Beginn des Jahres 2013 sei zu vermuten, dass sich der Trend der ansteigenden Fehlzeiten auch im Jahr 2013 fortsetzen wird, so der Report. Er gilt wie alle Gesundheitsberichte der großen Krankenkassen als repräsentativ.

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