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Bernie Ecclestone: Formel-1-Boss wegen Schmiergeld-Affäre angeklagt

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wird angeklagt

18.07.2013, 08:25 Uhr | dpa, sid, AFP, t-online.de

Bernie Ecclestone: Formel-1-Boss wegen Schmiergeld-Affäre angeklagt. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (Quelle: Reuters)

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (Quelle: Reuters)

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erhoben. Die Ermittler lasten dem Briten an, den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky bestochen zu haben. Die Anklage sei Ecclestone zugestellt worden, sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel.

Anklage wegen Bestechung

Dem schwerreichen Formel-1-Chef wird vorgeworfen, dem früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Anteile der Bank rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Dieser wurde bereits wegen Bestechlichkeit und anderer Delikte zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. In dem Prozess gegen Gribkowsky war Ecclestone nach Zusage freien Geleits als Zeuge aufgetreten. Gribkowsky behauptet, von ihm Millionenbeträge erhalten zu haben.

Ecclestone hat die Vorwürfe stets bestritten und die Millionenzahlung an Gribkowsky als eine Art Schweigegeld dargestellt, damit dieser ihn nicht bei den britischen Steuerbehörden anschwärzt.

Großer Schaden für Landesbank

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" aus dem Mai hat Ecclestone dem ehemaligen Vorstand Gribkowsky im vergangenen Jahrzehnt heimlich 44 Millionen Dollar zukommen lassen. Die BayernLB war Hauptaktionär der Formel 1. Gribkowsky ließ sich nach den Ermittlungen der Justiz dafür schmieren, dass er half, die Formel-1-Aktien der Bank an einen Ecclestone genehmen Käufer zu veräußern - so soll er dem Briten geholfen haben, an der Macht zu bleiben. Doch letztendlich soll er durch den angeblichen Schmiergeld-Deal die BayernLB um 40 bis 400 Millionen Dollar geschädigt haben.

Die Zeitung hatte berichtet, dass die Anklage ein Novum sei. Denn obwohl es bei den großen Weltsportgeschäften - Fußball, Olympischen Spiele und Formel 1 - seit Jahrzehnten viele Hinweise auf und manchmal auch Beweise für Korruption gebe, sei die Justiz nicht tätig geworden. Erstmals liege nun eine Anklage gegen einen amtierenden Chef einer dieser drei globalen Sportvereinigungen vor.

Formel 1 könnte neuen Chef bekommen

Vermutet worden war damals, dass bei einer tatsächlichen Anklage die Formel 1 schon bald einen neuen Herrscher bekommen könnte. Das Führungsgremium der Firma Delta Topco, die als Obergesellschaft des Rennsport-Imperiums fungiert, hatte sich bereits im vergangenen Jahr bei einer Anklage auf ein Treffen und Verhandlungen über einen möglichen Interims-Chef verständigt. Wie die Spitze der Formel 1 künftig aussehen soll, behielt sich das Gremium aber noch vor. Eine Entscheidung über die dauerhafte Besetzung soll erst nach Ende des möglichen Justizverfahrens in München fallen, das sich bis 2014 hinziehen könnte.

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