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Urteil: 220 Mio. im Schlaf überwiesen - Kündigung ist unwirksam

Über 200 Millionen Euro überwiesen  

Bank darf Mitarbeiterin wegen Sekundenschlaf nicht kündigen

11.06.2013, 15:11 Uhr | dpa-AFX

Urteil: 220 Mio. im Schlaf überwiesen - Kündigung ist unwirksam. Bankangestellte hat sich erfolgreich gegen ihre Kündigung gewehrt  (Quelle: imago images)

Auf der Tastatur eines Computers eingeschlafen (Quelle: imago images)

Immer wieder müssen sich deutsche Gerichte mit kuriosen Verfahren befassen: Im vorliegenden Fall hat der Sekundenschlaf eines Bankmitarbeiters zu einem verhängnisvollen Fehler geführt. Weil der Mann dabei auf die Taste "2" seiner Computertastatur kam, wurde der Zahlungsbeleg eines Rentners in Höhe von 62,40 Euro in 222.222.222,22 Euro geändert. Die Kollegin musste dafür büßen.

Kollegin übersah Fehler

Eine Kollegin übersah den Fehler bei der Überprüfung von Belegen. Später fiel der Zahlensalat bei einer systeminternen Überprüfung doch noch auf und wurde korrigiert - die Bank kündigte der Sachbearbeiterin dennoch. Zu Unrecht urteilte das Hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt (Az.: 9 Sa 1315/12).

Die Frau hatte seit 1986 bei der Bank gearbeitet. Am 2. April überprüfte sie nach Angaben des Gerichts 603 Belege innerhalb von weniger als 1,4 Sekunden, 105 Belege innerhalb von 1,5 bis drei Sekunden und nur 104 Belege in mehr als drei Sekunden. Dabei übersah sie den fehlerhaften Beleg, den ihr nicht für die Prüfung des Betragsfeldes zuständiger Kollege verursacht hatte. Der Arbeitgeber warf ihr daraufhin vorsätzliche Täuschung vor - sie habe die Belege ohne Prüfung freigegeben.

Gericht erkennt keinen Vorsatz

Doch die Richter sahen keine vorsätzliche Schädigung der Bank, auch sei der Arbeitsablauf nicht vorsätzlich manipuliert worden. Der schwere Fehler reiche für eine Kündigung nicht aus.

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