Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Deutsche Top-Manager verdienen üppig - auch im Vergleich mit Ausland

Deutsche Top-Manager verdienen üppig - auch im Vergleich mit Ausland

01.07.2013, 13:50 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Deutsche Top-Manager verdienen üppig - auch im Vergleich mit Ausland. VW-Chef Martin Winterkorn bleibt Top-Verdiener unter den DAX-Vorständen (Quelle: dpa)

VW-Chef Martin Winterkorn bleibt Top-Verdiener unter den DAX-Vorständen (Quelle: dpa)

Die Vorstände der großen börsennotierten deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr erneut mehr Geld kassiert. Die Gehälter stiegen mit einem Plus von 2,5 Prozent aber weniger stark als in den vergangenen Jahren. Das Vergütungsplus der Topmanager lag nur geringfügig über dem eines durchschnittlichen Arbeitnehmers (plus 2,1 Prozent). Die deutschen Spitzenmanager können hinsichtlich ihrer Vorstandsbezüge auch im internationalen Vergleich problemlos Schritt halten.

Die Chefs der 30 DAX-Unternehmen seien im Geschäftsjahr 2012 wettbewerbsfähig bezahlt worden, heißt es in einer Studie der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Im Schnitt überwiesen die 30 DAX-Gesellschaften rund 3,2 Millionen Euro pro Vorstand bzw. 5,2 Millionen Euro pro Vorstandsvorsitzender. Damit lag das Gehalt der DAX-Vorstände im vergangenen Jahr rund 53 Mal höher als das eines durchschnittlichen Angestellten in einem DAX-Unternehmen.

VW-Chef Winterkorn bleibt Top-Verdiener unter DAX-Vorständen

Topverdiener blieb - trotz eines freiwilligen Gehaltsverzichts - VW-Chef Martin Winterkorn mit einem Jahresgehalt von 14,5 Millionen Euro. Damit könnte er auch in den USA locker mithalten. In der US-Rangliste würde er auf Platz 16 kommen. Dort bekamen Spitzenleute im Schnitt 13,8 Millionen Euro.

Auf den Plätzen folgen auf Winterkorn der Daimler-Chef Dieter Zetsche mit 8,2 Millionen Euro Vorstandsvergütung, Peter Löscher von Siemens mit 7,9 Millionen Euro, sowie die SAP-Vorstände Bill McDermott und Jim Hagemann-Snabe mit je 7,4 Millionen.

Deutsche Manager vor französischen Kollegen

Mit einer durchschnittlichen Vergütung von gut 5,2 Millionen Euro lagen die deutschen Chefs laut Studie deutlich über ihren französischen Kollegen gelegen, die lediglich auf einen Schnitt von 3,6 Millionen Euro kamen. In der Schweiz sei mit knapp 5,4 Millionen Euro nur wenig mehr bezahlt worden.

Bedenklich sei vor allem, dass einige Unternehmen die fixe Vergütung deutlich angehoben, leistungsabhängige Bestandteile aber gesenkt hätten. «Damit wird ein hohes Gehaltsniveau zementiert, das Unternehmen zwingt, auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten hohe Gehälter zu zahlen», erläuterte Friedl. Die öffentliche Debatte über Managergehälter scheine zudem dazu zu führen, dass Zahlungen weniger transparent würden. So seien beispielsweise die Pensionen deutlich gestiegen.

Commerzbank-Vorstände mit größtem Gehalts-Zuwachs

Das stärkste Plus unter den DAX-30-Unternehmen fuhren der Studie zufolge die Vorstände der Commerzbank (+130 Prozent) und von Beiersdorf (+114 Prozent) ein. Bei der Commerzbank waren die Vorstandsgehälter im Gegenzug für staatliche Rettungsmilliarden in den Vorjahren auf 500.000 Euro gedeckelt gewesen. 2012 fiel diese Grenze. Deswegen habe die Bank wohl Nachholbedarf gesehen, sei aber deutlich über das Ziel hinausgeschossen, sagte Friedl. Den stärksten Gehalts-Rückgang gab es mit einem Minus von fast einem Drittel bei der Deutschen Bank.

Kritik an geplanter Gesetzesänderung

DSW-Präsident Ulrich Hocker kritisierte die geplante Gesetzesänderung, nach der Aktionäre über die Gehälter von Managern entscheiden sollen. Gerade im Wahljahr lasse die Managervergütung die Emotionen zuverlässig hochschlagen, betonte er. Die Neuregelung entziehe dem Aufsichtsrat aber einen zentralen Bestandteil seiner Personalkompetenz. "Aus meiner Sicht ist sie nicht viel mehr als Symbolpolitik, die in der Konsequenz nicht dazu führen wird, die Gehälter der Großverdiener unter den Vorstandsvorsitzenden deutlich zu senken", sagte Hocker.

Bei den 50 mittelgroßen MDAX-Firmen sanken die Vorstandsbezüge 2012 nach DSW-Berechnung um 5,1 Prozent.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Jetzt Sky Fußball-Bundesliga-Paket 1 Jahr inkl. sichern!*
bei der Telekom
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal