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Siemens: Josef Ackermann verurteilt Absetzung von Peter Löscher

Siemens: Josef Ackermann könnte sich bei Löscher-Nachfolge querstellen

31.07.2013, 11:21 Uhr | dpa , t-online.de , AFP

Siemens: Josef Ackermann verurteilt Absetzung von Peter Löscher. Josef Ackermann war mit dem Stil der Absetzung von Peter Löscher nicht einverstanden (Quelle: Reuters)

Josef Ackermann war mit dem Stil der Absetzung von Peter Löscher nicht einverstanden (Quelle: Reuters)

Der Machtkampf bei Siemens spitzt sich zu: Josef Ackermann, stellvertretender Aufsichtsratschef des Konzerns, stellte sich nach Informationen von "Spiegel Online" gegen die "würdelose" Absetzung von Peter Löscher im Hauruck-Verfahren. Nun könnte der Ex-Deutsche-Bank-Chef auch Löschers designiertem Nachfolger, Joe Kaeser, in die Quere kommen. Offenbar präferiert Ackermann Ex-Siemens-Vorstands-Chef Klaus Kleinfeld als obersten Konzernlenker.

Cromme und Ackermann zerstritten

Die geplante Ablösung von Löscher hat laut dem Portal zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Aufsichtsratschef Gerhard Cromme und Josef Ackermann geführt. Der Ex-Deutsch-Banker habe sich am vergangenen Samstag vehement gegen eine Empfehlung des Aufsichtsratspräsidiums zur "Hau-Ruck-Absetzung" Löschers gestemmt, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Insider.

Der Siemens-Konzern hatte am Samstag mitgeteilt, dass der Aufsichtsrat am Mittwoch einen neuen Vorstandschef wählen will. Zahlreiche Medien berichten, dass der bisherige Finanzvorstand Joe Kaeser die besten Aussichten auf den Posten hat. Der Druck auf den 55-jährigen Löscher war nach einer Gewinnwarnung des Technologiekonzerns vom Donnerstag massiv gewachsen.

Absetzung im Hauruck-Stil abgelehnt

"Spiegel Online" zufolge hatte Cromme ursprünglich geplant, schon am vergangenen Wochenende einen Konsens über die Ablösung Löschers herbeizuführen. Ackermann habe sich jedoch quergestellt. Er und zwei weitere Mitglieder der Anteilseigner-Seite im Aufsichtsrat fänden die Hau-Ruck-Verabschiedung von Löscher "würdelos", zitiert das Magazin aus dem Umfeld Ackermanns. Dabei soll es sich um Allianz-Lenker Michael Diekmann und Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller handeln. Möglicherweise würden sie daher Kaeser am Mittwoch ihre Stimme verweigern.

Ackermann als Cromme-Nachfolger?

Dem Bericht zufolge wird auch spekuliert, dass Ackermann Ambitionen auf den Posten als Aufsichtsratschef haben soll. Anstelle von Kaeser favorisiere Ackermann unter anderen Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld als obersten Konzernlenker, heißt es unter Berufung auf Konzernkreise. Kleinfeld leitet derzeit den US-Konzern Alcoa.

Löscher verhandelt über einvernehmliche Trennung

Ein Sprecher Ackermanns sagte dagegen "Spiegel Online", der frühere Deutsche-Bank-Chef habe noch nicht entschieden, wie er bei der Abstimmung des Aufsichtsrats über einen neuen Vorstandschef am Mittwoch votieren werde.

Löscher verhandelt indes nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" mit dem Unternehmen über eine "einvernehmliche Trennung". Das würde dem Aufsichtsrat seine für diesen Mittwoch vorgesehene Abwahl ersparen, hieß es in dem Bericht. Siemens wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

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