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EZB will Frauenquote einführen

Förderung von Managerinnen  

EZB will Frauenquote einführen

30.08.2013, 08:12 Uhr | t-online.de, AFP

EZB will Frauenquote einführen. Bei der EZB will mehr Führungspositioen mit Frauen besetzen (Quelle: dpa)

Bei der EZB will mehr Führungspositioen mit Frauen besetzen (Quelle: dpa)

Europas Finanzpolitik soll nicht länger nur Männersache sein: Die Europäische Zentralbank (EZB) will den Anteil der Frauen in ihren Führungsebenen bis Ende 2019 verdoppeln. Nur in den obersten Etagen soll die Frauenquote nicht gelten.

Geplant sei, dass bis dahin im mittleren Management 35 Prozent und im oberen Management 28 Prozent der Stellen mit Frauen besetzt seien, sagte EZB-Direktor Jörg Asmussen der "Süddeutschen Zeitung". Demnach fasste das Direktorium der Notenbank dazu einen entsprechenden Beschluss. Derzeit liegt der Anteil von Frauen auf diesen Ebenen bei 17 beziehungsweise 14 Prozent.

Derzeit nur Männer im EZB-Rat

Dem Rat der EZB gehörten der Zeitung zufolge seit der Gründung der Notenbank nur zwei Frauen an. Aktuell setze sich das Gremium aus 23 Männern und keiner einzigen Frau zusammen. Nicht viel besser sehe es auf der darunterliegenden Ebene aus: Unter den insgesamt 14 Generaldirektoren im Frankfurter Euro-Turm gebe es nur zwei Frauen.

Die Umsetzung des ambitionierten Ziels erfordere ein Umdenken bei den Führungskräften der Notenbank, sagte Asmussen weiter. Entscheidend für den Erfolg sei ein "Mentalitätswandel der heutigen Führungspersonen" in der EZB.

Direktorium wird politisch bestimmt

Bis ganz nach oben dringt die Quote jedoch nicht durch: Für die Ernennung der EZB-Direktoren und der nationalen Notenbankchefs im EZB-Rat sei die Politik zuständig, heißt es in dem Bericht. Die Mitgliedsstaaten der Eurozone schlagen demnach Direktoriums-Kandidaten vor, denen das EU-Parlament zustimmen muss.

"Bei der Besetzung von Top-Positionen in der EZB wird Nationalität vor Geschlecht gesetzt", zitiert die Zeitung Gertrude Tumpel-Gugerell. Die österreichische Bankmanagerin war von 2003 bis 2011 Mitglied des EZB-Direktoriums und sitzt seit 2012 im Aufsichtsrat der Commerzbank. Im Statut stehe aber, dass es um die besten Köpfe gehen müsse, sagte Tumpel-Gugerell dem Blatt. Dazu gehörten auch Frauen.

Hinter der Quote für weibliche Chefs steckt offenbar der Versuch der EZB, ihr Image aufzupolieren. Erst Anfang August hatte die Notenbank angekündigt, in Zukunft die Geheimprotokolle des Zentralbank-Rates offenlegen zu wollen, um ihre Entscheidungen für die Öffentlichkeit transparenter zu machen.

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