Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Skandal bei Aldi: Vorgesetzte billigten Misshandlungen von Azubis

Skandal bei Aldi  

Bericht: Azubis wurden im Warenlager misshandelt

20.09.2013, 20:59 Uhr | AFP, t-online.de

Skandal bei Aldi: Vorgesetzte billigten Misshandlungen von Azubis. Angeblich Azubis bei Aldi Süd misshandelt (Quelle: dpa)

Angeblich Azubis bei Aldi Süd misshandelt (Quelle: dpa)

In einem Warenlager des Discounters Aldi haben Mitarbeiter in Baden-Württemberg einem Bericht zufolge Auszubildende misshandelt. Azubis von Aldi Süd seien im Zentrallager Mahlberg vom stellvertretenden Bereichsleiter und anderen Beschäftigten mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt worden, zitierte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in einem vorab veröffentlichten Bericht einen ehemaligen Aldi-Manager. Die Mitarbeiter hätten dann die Gesichter der Auszubildenden mit Filzstiften beschmiert.

Beim Fesseln sei die Folie derart stark gespannt gewesen, "dass ich kaum mehr atmen konnte", zitiert das Magazin in einem vorab veröffentlichten Bericht einen ehemaligen Aldi-Manager. Die Mitarbeiter des Discounters hätten dann die Gesichter der Auszubildenden mit Filzstiften beschmiert. Vorgesetzte hätten die Schikanen beobachtet und dadurch gebilligt. Einige Ausschnitte der Misshandlungen seien auch auf Seiten im Online-Netzwerk Facebook veröffentlicht worden.

"Hatte Angst, gekündigt zu werden"

Einer der betroffenen Auszubildenden sagte laut Bericht, er habe sich nicht getraut, Anzeige zu erstatten. "Ich hatte Angst, sofort wieder gekündigt zu werden, da ich noch in der Probezeit war." Auch sei dem Auszubildenden angedroht worden, bei weiterem Fehlverhalten in das Tiefkühlabteil des Zentrallagers gesperrt zu werden, in dem Temperaturen von minus 20 Grad herrschen.

Aldi bestätigt Vorfälle

Die Unternehmenssprecherin erklärte, die Firmengruppe sei "entsetzt" gewesen, als sie durch eine Anfrage des "Spiegel" von dem Vorgang erfuhr. "Zu unserer Bestürzung haben interne Recherchen gezeigt, dass das beschriebene Geschehen in seiner Kernaussage der Wahrheit entspricht."

Der Vorfall habe sich zum Jahreswechsel 2012/2013 zugetragen. Das Unternehmen bedaure die Ereignisse zutiefst und werde sie aufklären. "Sowohl die leitenden Verantwortlichen als auch die aktiv an der Tat beteiligten Mitarbeiter sind bereits zur Rechenschaft gezogen worden", erklärte die Sprecherin, ohne Details zu nennen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
hier MagentaZuhause M sichern
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal