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Sieben Tüten Ketchup mitgenommen: Burger King kündigt Betriebsrat

Burger King feuert Betriebsrat  

Sieben Tüten Ketchup mitgenommen: Kündigung

29.09.2013, 11:38 Uhr | t-online.de - sia

Sieben Tüten Ketchup mitgenommen: Burger King kündigt Betriebsrat. Burger King schaut seinen Mitarbeitern offenbar sehr genau in die Essenspakete (Quelle: dpa)

Burger King schaut seinen Mitarbeitern offenbar sehr genau in die Essenspakete (Quelle: dpa)

Wegen massiver Behinderung der Betriebsräte und Kündigung wichtiger Betriebsvereinbarungen, die etwa Urlaubsgeld und Tariferhöhungen regeln, ist die Fast-Food-Kette Burger King in Deutschland bereits stark unter Beschuss geraten. Jetzt legt der Burger-Brater nach - mit der Kündigung eines Betriebsratsmitglieds, das versucht haben soll, sieben Tüten Ketchup und Mayonnaise mit nach Hause zu nehmen ohne zu bezahlen. Das meldet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ). Der Fall ist inzwischen beim Arbeitsgericht Dortmund gelandet.

Bei Kontrolle unbezahlte Soße entdeckt

Der Mann, der in einer Burger-King-Filiale in Lünen beschäftigt ist, wurde nach Angaben der Zeitung im Juli nach einer Schicht von einem Kollegen kontrolliert. Dabei seien eben jene Soßen-Tütchen entdeckt worden, die ihn jetzt die Stelle kosten sollen.

Richterin verweist auf "Emmely"-Urteil

Burger King zog laut der Zeitung vor das Dortmunder Arbeitsgericht, um den Angestellten zur Kündigung zu zwingen. Ob der Rauswurf jedoch zulässig ist, bleibt fraglich: Die Richterin habe im ersten Gütetermin auf das Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) im Fall der Berliner Kassiererin "Emmely" verwiesen.

Der Frau war im Jahr 2008 nach 31 Dienstjahren ohne vorherige Abmahnung gefeuert worden, weil sie Leergutbelege im Wert von 1,30 Euro unberechtigt eingelöst haben soll. Ihr Arbeitgeber begründete die Entlassung mit einem Vertrauensverlust.

Vor Rauswurf ist Abmahnung nötig

Das BAG habe klar zum Ausdruck gebracht, dass bei solchen so genannten Bagatellkündigungen vor einer fristlosen Entlassung der Mitarbeiter fast zwingend abgemahnt werden müsse. Das hat Burger King offenbar aber versäumt.

Nach Informationen der "WAZ" hat Burger King nun einen Monat Zeit, neue Argumente vorzubringen. Der gefeuerte Mitarbeiter könne darauf bis zu einem Kammertermin Mitte Dezember reagieren. Aus Sicht der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) hingegen besteht kein Zweifel am Zweck der Kündigung. "Hier soll allein Druck auf den Betriebsrat ausgeübt werden", zitiert die Zeitung die NGG.

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