Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Genervte Mitarbeiterin schmeißt Job per Video hin

Coole Kündigung  

Genervte Mitarbeiterin schmeißt Job per Video hin

01.10.2013, 14:42 Uhr | t-online.de - Silke Asmußen

. Marina Shifrin hatte die Nase voll von ihrem Job - und kündigte per Video (Quelle: Screenshot Zoomin)

Marina Shifrin hatte die Nase voll von ihrem Job - und kündigte per Video (Quelle: Screenshot Zoomin)

Kündigung mal ganz anders: Marina Shifrin hat bei der Arbeit für ein Animations-Unternehmen aus Taiwan offenbar ziemlich gelitten. Ihr Arbeitgeber gönnte der jungen Video-Journalistin laut einem Bericht der "Huffington Post" noch nicht einmal eine Mittagspause. Da die junge Frau demnach bei ihrem Vorgesetzten kein Gehör fand, entschloss sie sich, dem Chef per Youtube-Video die Nachricht zu übermitteln: Ich schmeiße meinen Job hin.

Mitarbeiter zählten nicht

"Fast zwei Jahre habe ich meine Beziehungen, meine Zeit und Energie diesem Job geopfert", erklärte die 25-Jährige dem Nachrichtenportal. Ihren Chef habe nur interessiert, wie viele Videos angefertigt und wie oft diese angeklickt wurden. Im Gespräch mit der "Huffington Post" sagte die junge Frau, dass sich das Arbeitsumfeld bei dem asiatischen Unternehmen sehr von den Gepflogenheiten in amerikanischen Firmen unterschieden habe.

Ihr Boss habe ihre Arbeitszeiten und Verantwortungsbereiche ständig geändert. Und nachdem ihr Manager ihr nicht weiterhalf, habe sie sich entschlossen, das Video zu drehen. "Ich wusste, dass es ein Risiko war, aber ich habe nie den Namen des Unternehmens oder den meines Bosses genannt. Und ich meine: Haben Sie meinen Tanz gesehen? Wie kann irgendwer das ernst nehmen?", zitierte das Portal Shirfrin. Die junge Frau kann unbesorgt sein - ihre Stelle hat sie ja bereits geräumt.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Bloß nicht zu viel ausplaudern!

In Deutschland wäre es indes durchaus riskant, den Arbeitgeber derart öffentlich zu kritisieren und Interna preiszugeben. Beschäftigte, die ihren Job behalten wollen, sollten von den Missständen zunächst das Unternehmen in Kenntnis setzen.

Denn wer den Chef oder auch Kollegen vorsätzlich diffamiert, muss laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts mit der fristlose Kündigung rechnen (Az.: 2AZR 418/01). Und nicht nur hoch brisante Firmengeheimnisse sollten nicht verbreiten werden. Auch wenn in einem Betrieb schlechte hygienische Bedingungen herrschen oder die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet ist, darf das nicht nach außen dringen. Das gilt auch für Äußerungen in Online-Medien.

Rauswurf wegen Facebook-Äußerung

Ein Auszubildender in Bochum etwa verlor seinen Job, weil er auf Facebook seinen Arbeitgeber als Menschenschinder und Ausbeuter bezeichnet hatte. Weiter hatte er sich im Internet darüber beschwert, dass er "dämliche Scheiße für Mindestlohn minus 20 Prozent erledigen" müsse (Landesarbeitsgericht Hamm, Az.: 3 Sa 644/12).

Zum Abschied Kuchen

Einmal anders den Dienst zu quittieren als mit dem üblichen "Hiermit möchten ich Ihnen mitteilen..."-Schreiben kann aber auch durchaus positiv ankommen. Auf im wahrsten Sinne des Wortes süße Art hat sich ein Brite von seinem Chef und den Kollegen verabschiedet. Sein Kündigungsschreiben war essbar: ein Karottenkuchen.

Der 31-jährige Chris Holmes hatte laut dem "Guardian" bei der Grenzkontrolle am Flughafen von Stansted gearbeitet und seine Kündigung mit schwarzer, geschwungener Schrift auf einem mit einer weißen Glasur überzogenen Kuchen präsentiert.

Marina Shifrin indes will nach ihrem mutigen Schritt laut der "Huffington Post" erst einmal zurück in die USA und sich dann einen Arbeitgeber suchen, der Wert auf Kreativität und seine Mitarbeiter legt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Magenta SmartHome Bonus: bis zu 4 Geräte für nur 1,- €*
zur Telekom
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe