Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Kaffeeverkäufer in Bangkok legt sich mit Starbucks an

Streit um Logo  

Kaffeeverkäufer in Bangkok legt sich mit Starbucks an

23.10.2013, 15:03 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

Kaffeeverkäufer in Bangkok legt sich mit Starbucks an. "Starbung" gegen "Starbucks": Der Kaffeeverkäufer Damrong Maslae kämpft in Bangkok für seine Marke (Quelle: dpa, Narong Sangnak)

"Starbung" gegen "Starbucks": Der Kaffeeverkäufer Damrong Maslae kämpft in Bangkok für seine Marke (Quelle: dpa, Narong Sangnak)

Keine Angst vor mächtigen Kaffeeketten: Ein kleiner Kaffeeverkäufer in Bangkok will Starbucks die Stirn bieten. Der Konzern hat den Mann verklagt, weil sein Logo angeblich dem der bekannten Marke zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Aussichten des 44-Jährigen auf einen Sieg vor Gericht werden eher gering eingeschätzt, entmutigen lässt er sich dennoch nicht.

Sieger der Herzen

Das grüne Starbucks-Logo mit der Meerjungfrau ist rechtlich geschützt. "Ich werde kämpfen", sagte der Besitzer eines mobilen Kaffeeausschanks, Damrong Maslae. "Vielleicht verliere ich, weil Starbucks viel Geld hat, aber in den Augen meiner Kunden habe ich schon gewonnen."

Eine Ähnlichkeit mit dem Starbucks-Logo und -Namen ist nicht zu leugnen. Damrong hat den gleichen Schriftzug gewählt, aber anstelle der Meerjungfrau einen Mann mit muslimischer Kopfbedeckung abgebildet. Sein Markenname "Starbung", der Starbucks auch ein Dorn im Auge ist, soll sich der "Bangkok Post" zufolge am Spitznamen des Besitzers, Bung, orientieren. Allerdings ist die Chance eher gering, dass Kunden das wackelige Straßenwägelchen, von dem aus der 44-Jährige seinen Kaffee verkauft, mit einem schicken Starbucks-Café verwechseln.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Starbucks-Mahnung ohne Wirkung

Wegen des Logos habe das Unternehmen die Straßenkonkurrenz bereits im letzten Jahr schriftlich verwarnt - ohne Erfolg, schrieb die Zeitung. Stattdessen hätten Damrong und sein jüngerer Bruder und Geschäftspartner Damras die Starbung-Werbung ausgeweitet auf Sticker, Einwickelpapier und Kleidung.

Auch ein zweites Mahnschreiben sei ohne Wirkung geblieben. Stattdessen habe der Kaffeeverkäufer drei Millionen Baht (70.000 Euro) von dem Konzern verlangt. Damrong behaupte, die Gestaltung seiner Marke nach den Briefen angepasst zu haben, heißt es in dem Bericht. Wenn er diese nicht mehr benutzen sollte, würde er sein Geschäft für den geforderten Betrag an Starbucks verkaufen.

Konzern will 700 Euro Strafgeld pro Monat

Indes läuft die Klage, am 4. November ist die erste Anhörung vor Gericht. Das Unternehmen hat dem Bericht zufolge die Verhaftung von der Brüder Maslae gefordert. Außerdem verlangt der Konzern 30.000 Baht (700 Euro) Strafgeld pro Monat - eine Summe, die Damrong nie zusammenbekommt.

Der verkauft seinen Kaffee nach eigenen Angaben seit 2009 und steht heute mit seinem Wägelchen in einer populären Touristenstraße. Die Tasse kostet umgerechnet 20 Baht (50 Cent). "Meine thailändischen und ausländischen Kunden unterstützen mich moralisch", sagt er. "Gestern hat mir sogar einer 1000 Baht (23 Euro) gegeben, für die Gerichtskosten."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal