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Arbeiter in Katar "wie Sklaven": DGB-Chef Sommer attackiert WM-Land

Attacke auf WM-Ausrichter  

DGB-Chef: Arbeiter in Katar "wie Sklaven"

01.11.2013, 14:39 Uhr | t-online.de, sid

Arbeiter in Katar "wie Sklaven": DGB-Chef Sommer attackiert WM-Land. DGB-Chef Michael Sommer setzt sich gegen Katar als WM-Ausrichter ein (Quelle: dpa)

DGB-Chef Michael Sommer setzt sich gegen Katar als WM-Ausrichter ein (Quelle: dpa)

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hat den Fußball-Weltverband FIFA und den WM-Ausrichter Katar in aller Schärfe attackiert und seine Kollegen aufgefordert, bei den nationalen Fußballverbänden Einfluss zu nehmen. "Es kann nicht sein, dass die WM in einem Land stattfindet, das seine Arbeiter wie Sklaven behandelt", kritisierte Sommer die Arbeitsbedingungen in dem Land.

Entscheidung für Katar "fragwürdig"

"2011 hat die FIFA die WM vorschnell nach Katar vergeben. Die Entscheidung wurde auf offenkundig fragwürdiger Basis getroffen", schrieb Sommer in einem Brief, der an Gewerkschaftsverbände in den Ländern mit einem Sitz im FIFA-Exekutivkomitee ging. Das Schreiben liegt dem Sportinformationsdienst (sid) vor.

Der DGB-Chef verweist darin auf die Unterstützung von Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), und appelliert eindringlich an seine Kollegen, aktiv zu werden. "Ich bitte sie, Kontakt zu ihrem nationalen Fußball-Verband aufzunehmen, um über diese unmenschlichen Bedingungen zu informieren und ein verstärktes Engagement anzustoßen, Katar diese WM zu entziehen, wenn nicht sofort wirkungsvolle Maßnahmen getroffen werden, die Ausbeutung zu beenden", heißt es dem Brief des 61-Jährigen.

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"Es wird weiterhin gequält und gestorben"

Sommer erbittet von den Adressaten bis zum 25. November Bericht über die Reaktion der nationalen Fußballverbände - rechtzeitig zur Sitzung der FIFA-Exekutive am 4. und 5. Dezember in Brasilien. Der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) hatte Sommer, in Personalunion Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), gesagt: 'Es wird weiterhin gequält und gestorben."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und er hätten verabredet, "dass jeder seine Leute mobilisiert. Wir haben uns maximal sechs Wochen gegeben. Dann sichten wir die Ergebnisse unserer Aktion und gehen auf die FIFA los".

Katar meldet Fortschritte bei Arbeitsbedingungen

Katar will die Initiative allerdings ins Leere laufen lassen. Auf SID-Anfrage verwies das WM-Organisationskomitee am Freitag auf erhebliche Fortschritte, die "in Medienberichten jedoch nicht erwähnt werden".

Es gebe "viele positive Beispiele und Initiativen" von staatlicher Seite, aber auch von Unternehmen. "Wir wollen keinen Schnellschuss, der zerbröselt, wenn das Rampenlicht der Medien-Welt 2023 weiterwandert, sondern wir wollen nachhaltige Veränderungen, die das Leben der Gastarbeiter in Katar verbessern", teilte das WM-OK mit.

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