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Bill Gates bald nicht mehr auf Listen der Superreichen?

Microsoft-Gründer über Reichtum  

Bill Gates bald nicht mehr auf Superreichen-Listen?

18.11.2013, 10:21 Uhr | t-online.de - sia, mit Material von dpa

Bill Gates bald nicht mehr auf Listen der Superreichen?. Bill Gates setzt seinen Namen ein, um Geld für zahlreiche humanitäre Projekte zu sammeln (Quelle: Reuters)

Bill Gates setzt seinen Namen ein, um Geld für zahlreiche humanitäre Projekte zu sammeln (Quelle: Reuters)

Bill Gates wird als der wohl reichste Mann der Welt gehandelt. Der Microsoft-Mitbegründer selbst geht jedoch davon aus, von der Liste der Superreichen zu verschwinden. Doch das scheint dem 58-Jährigen überhaupt nichts auszumachen. Gates sei "völlig blank" zu einem Interview erschienen, schreibt die "Welt am Sonntag". Am Ende allerdings sei immer er es, der die großen Summen zahle.

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"Mein Vermögen wird schrumpfen"

"Ich habe ja 30 Milliarden Dollar weggegeben", sagte Bill Gates der Zeitung. Und er werde "weiter Geld in die Stiftung verschieben und mein eigenes Vermögen wird schrumpfen. Irgendwann werde ich von all diesen Listen verschwunden sein. Das ist mir ganz offensichtlich egal".

Es gehe ihm nicht so sehr um einen Platz auf den Reichen-Listen. Aber seine frühere Karriere sowie die Größe und der Ruf seiner Stiftung würden ihm bei der Wohltätigkeitsarbeit helfen. So könne er Spitzenwissenschaftler gewinnen, Chefs großer Pharmakonzerne und Staatslenker um Unterstützung bitten.

Milliarden für Entwicklungshilfe

Erst vor wenigen Tagen hatte der Multimilliardär in Berlin bei der Bundesregierung um mehr staatliche Entwicklungshilfe geworben. Er selbst geht mit bestem Beispiel voran: Allein im Jahr 2012 habe die "Bill & Melinda Gates Foundation" 3,4 Milliarden Dollar (etwa 2,5 Milliarden Euro) in Projekte gesteckt, berichtete die "Welt". Damit habe das Ehepaar rund 40 Prozent des gesamten deutschen Budgets für Entwicklungshilfe ausgegeben.

Erst im Januar habe Gates mit der deutschen Regierung vereinbart, 20 Millionen Euro aus der Staatskasse für die Bekämpfung von Hunger in der Welt und Kinderlähmung in Nigeria durch die Stiftung zu verdoppeln. Und es soll noch mehr Geld fließen. "Wir werden das, was wir geben, weiter steigern", zitierte die Zeitung den Stiftungs-Chef jetzt.

Die in Seattle ansässige Stiftung, die Gates gemeinsam mit seiner Frau Melinda leitet, ist mit einem Kapital von mehr als 38 Milliarden Dollar die weltweit größte Privatstiftung. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt unter anderem im Kampf gegen AIDS, Malaria, Tuberkolose und Kinderlähmung.

Erbe der Kinder knapp bemessen

Nach Medienberichten will Gates bis zu seinem Tod einen Großteil seines gesamten Vermögens spenden. Das Erbe seiner Kinder soll demnach relativ niedrig bemessen sein. "Über Reichtum spreche ich ganz wenig“, erklärte er im Jahr 2011 laut "Bild" in einer Talkshow im deutschen Fernsehen. Das sei für seine Kinder eher ein Handicap, "das bremst die eigene Motivation und sie wissen dann nicht, was sie machen sollen".

Melinda Gates indes erklärte 2012 im Gespräch mit der "Welt", das Ehepaar wolle, dass sein Geld wieder in die Gesellschaft zurückfließt, aber nicht nur in reiche Länder: "Mit 30 Prozent unterstützen wir Projekte in den USA, 70 Prozent gehen in die Dritte Welt."

Nach Schätzungen des US-Magazins "Forbes" und des Finanzdienstleisters Bloomberg verfügt Gates über ein Vermögen von etwa 70 Milliarden Dollar, umgerechnet sind das etwa 52 Milliarden Euro.

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