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Erholung erst 2014: Stillstand auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Erholung erst 2014  

Stillstand auf dem deutschen Arbeitsmarkt

28.11.2013, 11:22 Uhr | t-online.de, dpa

Erholung erst 2014: Stillstand auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Volkswirte prognostizieren erst für das nächste Jahr eine Verbesserung auf dem deutschen Arbeitsmarkt (Quelle: dpa)

Volkswirte prognostizieren erst für das nächste Jahr eine Verbesserung auf dem deutschen Arbeitsmarkt (Quelle: dpa)

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich im November wenig getan. Mit einem minimalen Anstieg der Jobsucher um 5000 auf 2.806.000 herrscht praktisch Stagnation. Entsprechend blieb auch die Arbeitslosenquote unverändert beim Oktoberwert von 6,5 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte: "Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im November geringfügig gestiegen. Insgesamt ist der Arbeitsmarkt auf der Entwicklungslinie der Vormonate geblieben."

Saisonbereinigt stärkerer Anstieg

Die Konjunktur schiebt den Arbeitsmarkt derzeit nicht spürbar an, denn saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl von Oktober auf November um 10.000 auf 2,9 Millionen. Dabei legte die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl mit 9000 vor allem im Westen zu.

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Auf Jahressicht sind inzwischen 55.000 Menschen mehr auf Stellensuche. "Der Anstieg hängt damit zusammen, dass die Arbeitsmarktpolitik weniger entlastet hat", erklärte die BA. Dennoch blieb die Arbeitslosenquote im Vergleich zum November 2012 unverändert.

Mehr Erwerbstätige

Zugleich stiegen Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an. So legte die Erwerbstätigkeit nach den jüngsten Daten vom Oktober binnen Jahresfrist um 250.000 auf 42,3 Millionen zu. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verzeichneten die Statistiker im September ein Plus von 378.000 auf 29,8 Millionen.

Davon entfielen je die Hälfte auf reguläre Vollzeit- und reguläre Teilzeitjobs. Sie entstanden in fast allen Bundesländern, nur im Saarland gab es einen Rückgang. Das größte Plus gab es bei wirtschaftlichen Dienstleistungen im Gesundheits- und Sozialwesen. "Nennenswerte Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit", erläuterte die BA.

Erholung erst im nächsten Jahr erwartet

Mit einer umfassenden Erholung des Arbeitsmarktes rechnen Konjunkturforscher erst 2014. Bis dahin werde die Arbeitslosigkeit auch nach Abzug saisonaler Effekte noch einmal leicht zulegen. Die ohnehin schon hohe Winterarbeitslosigkeit könnte damit in diesem Jahr stärker steigen.

Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld sieht immerhin nach längerer Zurückhaltung der Unternehmen inzwischen eine Trendwende bei den Investitionen. Sowohl die Entwicklung der Auftragseingänge als auch das Ifo-Geschäftsklima zeigten, dass viele Firmen seit ein bis zwei Monaten wieder zu Investitionen bereit seien. "Darauf sollte mit Verzögerung von einigen Monaten auch der Arbeitsmarkt reagieren", erwartet Tuchtfeld. "Aber eben jetzt noch nicht", fügte er hinzu.

Arbeitslosigkeit könnte leicht zunehmen

Auch der Münchner Ifo-Konjunkturforscher Steffen Henzel rechnet trotz der aktuell guten Stimmung in der Wirtschaft bis zum Jahresende nicht mit einem saisonbereinigten Abbau der Arbeitslosigkeit. "Eher erwarte ich einen leichten Anstieg", sagte er. Nachdem die Länder der Eurozone 2014 aus der Rezession kommen werden, sehe er aber für das kommende Jahr auch wieder eine stärkere Beschäftigungsdynamik.

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