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IG-Metall-Chef Detlef Wetzel fordert Gesetze gegen ständige Erreichbarkeit

Email und SMS vom Chef  

IG-Metall-Chef gegen ständige Erreichbarkeit

29.11.2013, 12:53 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

IG-Metall-Chef Detlef Wetzel fordert Gesetze gegen ständige Erreichbarkeit. Einer Studie zufolge sind 28 Prozent der Beschäftigten auch im Feierabend für den Chef erreichbar (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einer Studie zufolge sind 28 Prozent der Beschäftigten auch im Feierabend für den Chef erreichbar (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Keine Nachrichten nach Feierabend, das fordert der neue IG-Metall-Chef Detlef Wetzel. Es müssten gesetzliche Regelungen her, die SMS- und Mail-Verkehr nach Feierabend und an Wochenenden unterbinden. "Die Digitalisierung darf nicht dazu führen, dass Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar sind", sagte Wetzel der "Bild"-Zeitung.

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Ständige Erreichbarkeit sei "unzumutbar"

"Die neue Koalition muss hier strenge Regeln gegen Stress im Job und zu Hause vereinbaren." Es sei "unzumutbar", dass immer mehr Beschäftigte nach Feierabend und an Wochenenden Emails oder SMS von Vorgesetzten bekommen.

28 Prozent der Beschäftigten nehmen einer Studie zufolge ihren Job mit in den Feierabend - und das oft freiwillig. Doch das teure Smartphone vom Chef hat auch seine Schattenseiten.

Privatleben leidet

"Wenn die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt, ist richtiges Abschalten meist nicht mehr möglich“, sagt Psychologe Benjamin Martens von dem Beratungsportal "psycheplus". "Solche Mitarbeiter nehmen den Druck aus dem Büro dann mit ins Privatleben – und am Ende leiden nicht nur sie selbst, sondern auch die Familie und der Partner darunter."

Trotzdem halten sich viele Beschäftigte freiwillig rund um die Uhr für die Firma bereit. Schließlich sind das Handy oder der Laptop vom Chef nicht nur ein begehrtes Statussymbol. Martens erläutert: "Wer möglichst auch nach Feierabend, an Wochenenden und im Urlaub erreichbar sein sollte, ist wichtig – und das schmeichelt dem Selbstwertgefühl“. Wenn scheinbar niemand anders bestimmte Fragen beantworten oder Aufgaben lösen kann, fühle man sich schnell unersetzlich, die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust gehe gegen null.

Dauereinsatz schadet der Gesundheit

Für Arbeitgeber sind rund um die Uhr ansprechbare Mitarbeiter wiederum ein Glücksfall: Ihr Arm reicht in dem Fall bis an den Urlaubsstrand. Manche knüpfen die Erreichbarkeit sogar als Bedingung an Urlaubsgesuche. Aus Sicht des Betriebs verständlich - etwa um eventuell wichtige Fragen schnell klären zu können.

Psychologe Martens aber warnt: Können sich Körper und Geist im Urlaub nicht erholen, drohten gesundheitliche Probleme wie Herz- und Kreislaufbeschwerden, Erschöpfungszustände bis hin Burnout-Syndrom. Zudem kann die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten steigen.

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