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Mehr Einkommensmillionäre unter Bankern in Deutschland

Top-Verdiener  

Mehr Einkommensmillionäre unter Bankern in Deutschland

30.11.2013, 12:12 Uhr | dpa-AFX, rtr

Mehr Einkommensmillionäre unter Bankern in Deutschland. Deutschlands Top-Banker verdienen mehr als eine Million Euro im Jahr (Quelle: dpa)

Deutschlands Top-Banker verdienen mehr als eine Million Euro im Jahr (Quelle: dpa)

Die Zahl der Einkommensmillionäre unter Deutschlands Top-Bankern ist im vergangenen Jahr um ein Viertel gestiegen. Insgesamt erhielten 211 Beschäftigte inklusive aller Sonderleistungen ein Jahresgehalt von mehr als einer Million Euro, wie die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA am Freitag in London mitteilte.

Die meisten Spitzenverdiener arbeiten in Großbritannien

Auch die Zahl der Einkommens-Millionäre unter den Bankern in Europa steigt: 3529 von ihnen verdienten im vergangenen Jahr mehr als eine Million Euro, das sind elf Prozent mehr als 2011, wie aus der Erhebung der EBA hervorgeht.

Europaweit sind fast drei Viertel der Millionen-Verdiener Investmentbanker. In Deutschland sind es nur 100 von 211. Je 17 arbeiten in der Privatkundensparte und der Vermögensverwaltung, 78 in anderen Bereichen.

Viele große deutsche Häuser haben ihre Top-Verdiener unter den Bankmitarbeitern allerdings in London angestellt. In der Investmentbank-Metropole arbeiten insgesamt 2714 (mehr als drei Viertel) und somit die meisten der Spitzenverdiener.

Boni-Deckelung sorgt für Veränderung

Zumindest an der Einkommensstruktur der Banker-Millionäre wird sich vom nächsten Jahr an einiges ändern. Denn die EU hat die Boni für etwa 10.000 Banker in besonders risikoträchtigen Bereichen auf das Doppelte des Fixgehaltes gedeckelt.

Ohne ausdrückliche Zustimmung der Hauptversammlung dürfen die Boni nicht höher sein als das Grundgehalt. Die EU will damit Exzesse bremsen und die Orientierung der Banker am kurzfristigen Erfolg durch eine langfristige Sicht ersetzen.

2012 waren die Boni der EBA-Statistik zufolge im Schnitt fast vier Mal so hoch wie das Fixum. Für viele Investmentbanken wie die Deutsche Bank, Barclays oder HSBC, aber auch die europäischen Töchter von US-Banken wie Goldman Sachs oder J.P. Morgan bedeutet das: Sie müssen die erfolgsabhängigen Vergütungen kürzen und müssen im Gegenzug die Fixgehälter erhöhen, um ihre Leistungsträger nicht zu verlieren.

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Das stößt in den Banken auf Kritik. Denn so könne man nicht mehr auf das Auf und Ab an den Märkten reagieren und sitze in einer Flaute auf hohen Lohnkosten.

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