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Fluggesellschaft mit Personalnot - Emirates sucht dringend Piloten

Aggressive Expansion  

Job-Alarm - Emirates sucht dringend Piloten

10.12.2013, 14:25 Uhr | t-online.de, mmr, dpa

Fluggesellschaft mit Personalnot - Emirates sucht dringend Piloten. Die Fluggesellschaft Emirates sucht dringend Personal - für Piloten wird geradezu ein roter Teppich ausgerollt (Quelle: Reuters)

Die Fluggesellschaft Emirates sucht dringend Personal (Quelle: Reuters)

Die Fluggesellschaften rund um den Persischen Golf - Emirates, Qatar Airways und Etihad - expandieren im Rekord-Tempo. Auf der Dubai AirShow wurden gerade wieder hunderte Flugzeuge im Wert von 196 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 143 Milliarden Euro) geordert. Der Dubai International Airport hat sich im weltweiten Vergleich der Flughäfen bereits auf Platz 10 vorgeschoben - vor Frankfurt. Schon in wenigen Jahren will der "Dubai World Central Airport" das wichtigste Drehkreuz für Flugreisende weltweit sein. Doch die Airlines haben ein großes Problem: Ihnen fehlen massenhaft Piloten. Nun geht Emirates auf eine große Job-Werbetour.

Dubai rückt immer stärker in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Im Jahre 2020 wird das Emirat die Expo ausrichten. Der Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, versprach, "die beste Weltausstellung aller Zeiten" zu organisieren. Die Regierung des Emirats hat ausgerechnet, dass allein durch die Expo in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in den kommenden sieben Jahren 227.000 Arbeitsplätze entstehen werden.

Konkurrenz für Lufthansa

Die Golf-Metropolen Dubai, Abu Dhabi und Doha bemühen sich darum, ihre Wirtschaft weniger abhängig vom Öl zu machen und setzen dabei auch auf Luftfahrt und Tourismus. Dabei kann die Region mit ihrer zentralen Lage punkten. So sind von Dubai aus Reiseziele auf fünf Kontinenten ohne Zwischenstopp zu erreichen. Emirates, Etihad oder Qatar Airways machen deswegen Traditionsgesellschaften wie Lufthansa oder Singapore Airlines ernsthaft Konkurrenz.

Doch die aggressive Expansion hat ihre Schattenseiten, es fehlt Personal. Emirates, FlyDubai, Etihad und Qatar Airways brauchen in den kommenden 20 Jahren die riesige Zahl von 450.000 neuen Mitarbeitern, davon allein 40.000 Piloten, heißt es auf der Nachrichten-Seite von Emirates. Doch woher nehmen? Auch in China, in Russland, in einigen Ländern Afrikas und Lateinamerikas wächst der Luftverkehr rasant.

Eigene Flugschule entsteht in Dubai

Eine echte Personalkrise deutet sich an. Am Rande der Dubai AirShow wurde massiv für eine neue Generation von Golf-Fliegern geworben. Im Jahr 2015 will Emirates eine eigene Pilotenschule eröffnen. Einige Details zum neuen Ausbildungszentrum "Emirates Flight Academy" wurden bereits publik. Dieses soll am sich schon in Teilbetrieb befindlichen Flughafen "Dubai World Central" errichtet werden.

Jedes Jahr 400 neue Piloten

Dem Pilotentrainingszentrum mit modernsten Flugsimulatoren soll auch ein eigener realer Runway, ein eigener Tower und sogar ein eigener Flughafen-Code zur Verfügung stehen. Darüberhinaus soll auf dem 140 Hektar großen Trainingsgelände auch eine eigene Trainingsflotte stationiert werden. Emirates rechnet mit rund 150 Mitarbeitern alleine für die Flugschule und gibt an, dass man pro Jahr rund 160 Piloten ausbilden möchte. Fortbildungen sind dabei noch nicht berücksichtigt. Insgesamt soll die Schule eine Kapazität von 400 Studenten haben.

Piloten-Ausbildung kostet etwa 100.000 Dollar

In 20 Jahren könnten also etwa 8000 Piloten aus den Arabischen Emiraten kommen. Bleibt eine Lücke von 32.000 Piloten, die den prognostizierten Bedarf füllen sollen. Doch selbst wenn man interessierte Neueinsteiger findet - die Ausbildung kann sich längst nicht jeder leisten. Rund 100.000 Dollar (etwa 73.000 Euro) kostet das Flieger-Training.

Die Abu-Dhabi-Fluggesellschaft Etihad Airways geht einen günstigeren Weg und will auch Piloten von ihrem Partner Air Berlin abwerben. Die Deutschen verkleinern gerade ihre Flotte und streichen Strecken.

Weltweite (Ab-)Werbe-Tour für A380-Kapitäne

Emirates veranstaltet gerade eine weltweite Roadshow. Bis in den Januar hinein reisen mehrere Teams nach Sydney, Singapur, Kuala Lumpur, London, Amsterdam und Mailand und präsentieren sich vor interessierten Piloten. Vor allem für die wachsende A380-Flotte werden Piloten und Erste Offiziere gesucht. Die künftigen Riesenflieger-Kapitäne müssen bestimmte Mindestanforderungen wie Erfahrungen als Verkehrsflugzeug-Führer (mehrstrahlig, mit Crew) und natürlich eine erstklassige Gesundheit mitbringen.

Rund 100.000 Euro Jahresgehalt plus Dienstvilla

Erstklassig sind dann - nach erfolgreicher (Um-)Schulung - auch die Verdienstmöglichkeiten: Ein Emirates-Kapitän verdient pro Monat weitgehend währungsgesicherte 41.240 VAE-Dirham (etwa 8160 Euro), also etwa 98.000 Euro pro Jahr plus Zulagen und bekommt 42 Tage Jahresurlaub. Das ist zwar im Vergleich für Flugkapitäne von chinesischen Airlines, die etwa das doppelte verdienen, nur wenig. Doch das Gehalt ist steuerfrei, da in den Emiraten keine Einkommensteuer bezahlt werden muss.

Außerdem werden in Dubai eine Dienstvilla und ein Chauffeur-Service sowie diverse Versicherungen gestellt, man kann einen Stab bestgeschulter Ärzte nutzen und über die Emirates Platinum Card über mehr als 300 weitere Discounts und Club-Vorteile profitieren. Zur weiteren Motivation erhalten die Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung. Emirates erwirtschaftet im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Airlines seit vielen Jahren Gewinne.

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