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Amazon-Mitarbeiter geben Ver.di eine Streik-Absage

Absage an Gewerkschaft  

Über tausend Amazon-Mitarbeiter sind gegen den Streik

06.01.2014, 17:29 Uhr | AFP, t-online.de

Amazon-Mitarbeiter geben Ver.di eine Streik-Absage. Beim Versandhändler Amazon sind längst nicht alle Mitarbeiter unzufrieden mit ihrem Tarifvertrag (Quelle: dpa)

Beim Versandhändler Amazon sind längst nicht alle Mitarbeiter unzufrieden mit ihrem Tarifvertrag (Quelle: dpa)

Der harte Arbeitskampf bei Amazon für einen besseren Tarifvertrag findet nicht die Zustimmung aller Mitarbeiter. Über tausend Beschäftigte haben sich von den Zielen der Gewerkschaft Ver.di distanziert.

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtete, erklärten 1018 Mitarbeiter der Standorte Leipzig und Bad Hersfeld bereits Ende Dezember, den derzeitigen Zielen, Argumenten und Äußerungen der Gewerkschaft nicht zuzustimmen. In Deutschland bietet Amazon nach eigenen Angaben 9000 Arbeitsplätze. Für das Weihnachtsgeschäft 2013 wurden zudem rund 14.000 Saisonarbeiter eingestellt.

Negatives Bild verfolgt "bis ins Privatleben"

Mit einer Unterschrift erklärten die Mitarbeiter dem Bericht zufolge, dass das von Ver.di erweckte "negative öffentliche Bild" sie "bis ins Privatleben" verfolge. Die Darstellungen der Gewerkschaft entsprächen "nicht der Realität und nicht unserem täglichen Arbeitsleben", zitierte die "NOZ" aus der Erklärung.

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Ein Ver.di-Sprecher sagte der Zeitung zufolge, es komme vor, dass nicht immer alle Mitarbeiter einverstanden seien mit dem Vorgehen der Gewerkschaft. Es sei jedoch bedenklich, dass einige Mitarbeiter offenbar gar nicht mehr auf die Idee kämen, dass eine dauerhafte Beschäftigung oberhalb eines doch eher geringen Verdienstes zu erreichen sei. Er nehme die Sorgen der Unterzeichner zur Kenntnis.

Weitere Streiks sind bereits angekündigt

In der Woche vor Weihnachten hatten täglich hunderte Amazon-Beschäftigte in den Versandhandelszentren Leipzig und Bad Hersfeld sowie an einem Tag auch im bayerischen Graben für Tarifverhandlungen gestreikt. Sie fordern einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels.

Das Amazon-Management lehnt Verhandlungen ebenso wie eine Tarifbindung bisher ab. Das Unternehmen orientiert sich an der niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche. Ver.di hat bereits angekündigt, die Streiks bei Amazon in diesem Jahr fortzusetzen und möglicherweise auf weitere Standorte auszuweiten.

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