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Fluglotsenstreik am 29. Januar - Behinderungen im Flugverkehr

Arbeitsniederlegung am 29. Januar  

Neuer Fluglotsenstreik wird Flugverkehr massiv behindern

23.01.2014, 13:17 Uhr | rtr , t-online.de

Die deutschen Fluglotsen werden kommenden Mittwoch zwischen 8 Uhr und 9 Uhr streiken. Das sagte ein Sprecher der Fluglotsen-Gewerkschaft GdF. Bei der Arbeitsniederlegung handele es sich um einen Solidaritätsstreik mit den französischen Fluglotsen, die nächste Woche ebenfalls in den Ausstand treten wollten.

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Mit dem Arbeitskampf protestiert der Berufsstand gegen die geplante Reform der europäischen Luftraumüberwachung durch die EU-Kommission.

Die Folgen des Streiks für Flugreisende dürften erheblich sein, da ohne Fluglotsen in ganz Deutschland kein Flugzeug starten oder landen darf - selbst das Überfliegen des Landes ist verboten. Die 2000 Lotsen, die für die bundeseigene Deutsche Flugsicherung DFS arbeiten, wickeln täglich etwa 10.000 Flüge ab.

Behinderungen im Flugverkehr

Entsprechend drohen nächste Woche wegen des Fluglotsenstreiks in Europa massive Verspätungen und Flugausfälle. Vor allem in Frankreich, Italien und Deutschland dürfte der Flugverkehr dadurch erheblich aus dem Takt geraten. Fluggesellschaften wie der Lufthansa steht damit Chaos bevor.

Ob es tatsächlich zu dem Ausstand im deutschen Luftraum kommt, steht aber noch keineswegs fest. Die bundeseigene DFS hat beim Arbeitsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen den nach ihrer Auffassung politisch motivierten Streik beantragt. Das Gericht entscheidet am Montag.

Steik ist "legal und verhältnismäßig"

Die GdF begrüßte den Gang vors Gericht. Nach einer Entscheidung bewegten sich alle Beteiligten auf sicherem Terrain, erklärte der GdF-Sprecher. Der geplante Streik sei legal und verhältnismäßig. Sollte das Arbeitsgericht den Streik untersagen, werde die Gewerkschaft sicher in Berufung beim Landesarbeitsgericht gehen.

Druck auf Flugsicherung

Die EU-Kommission hatte 2004 den einheitlichen europäischen Luftraum auf den Weg gebracht, um die Luftfahrt nach Verkehrsströmen und nicht nach Landesgrenzen auszurichten. Ziel ist neben einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch ein besseres Flugverkehrsmanagement - dazu zählen Sicherheitsstandards, aber auch eine Senkung der Kosten.

Arbeitnehmervertreter wie die GdF werfen der EU-Kommission vor, sie fordere stetige Gebührensenkungen, die den Airlines zugute kämen. Die Flugsicherungsfirmen würden dabei so stark unter Druck gesetzt, dass dort ein Überlebenskampf beginne, unter dem letztlich die Sicherheit im Luftraum leiden werde, argumentieren sie.

Es ist nicht der erste Versuch der GdF und der europäischen Gewerkschaften, gegen den Kommissionsvorschlag zu demonstrieren. Bereits im Oktober war ein europaweiter Streik angekündigt, jedoch in letzter Minute abgesagt worden, da die EU mildere Töne angeschlagen hatte.

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