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Umfrage der IG Metall: Viele Arbeitnehmer wollen 30-Stunden-Woche

Umfrage der IG Metall  

Viele Arbeitnehmer wollen die 30-Stunden-Woche

27.01.2014, 09:41 Uhr | AFP, t-online.de

Umfrage der IG Metall: Viele Arbeitnehmer wollen 30-Stunden-Woche. Eine verkürzte Arbeitszeit soll mehr Zeit für Familien bringen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine verkürzte Arbeitszeit soll mehr Zeit für Familien bringen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die IG Metall fordert eine 30-Stunden-Woche, weil damit Beruf und Freizeit, vor allem für Familien, besser vereinbar seien. Eine Umfrage der Gewerkschaft bestätigt das. Für eine Umsetzung der Idee gibt es aber kaum Chancen: Erst kürzlich war Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) mit der Idee einer 32-Stunden-Woche bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abgeblitzt.

Viele Arbeitnehmer wünschen sich einer Umfrage der IG Metall zufolge eine 30-Stunden-Woche. Viele würden gern einen Tag weniger in der Woche arbeiten, sagte der Vize-Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, der "Welt". Der deutliche Wunsch nach leicht abgesenkten Arbeitszeiten sei "auffällig" gewesen, die Vereinbarkeit von Beruf und Leben werde immer wichtiger. "Wir brauchen eine neue Debatte über Arbeitszeit." An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge eine halbe Million Menschen - ein Drittel davon waren keine Mitglieder der Gewerkschaft.

Die IG Metall wolle neue Arbeitszeitmodelle zum Thema der Tarifpolitik machen, kündigte Hofmann an. Wichtig sei, dass reduzierte Arbeitszeit nicht als Teilzeit, sondern weiterhin als Vollzeit gelte. "Sonst wird es schwierig, wieder zur Vollzeit zurückzukehren." Ob dafür auch ein Lohnausgleich gefordert werden soll, sei noch offen, sagte Hofmann der "Welt".

"Echte und geblockte" Teilzeit

Der IG Metall geht es dem Vize-Vorsitzenden zufolge nicht nur um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern auch um das Thema Weiterbildung. Vorstellbar seien etwa Modelle einer "echten und geblockten Teilzeit", sagte Hofmann. So könnten Arbeitnehmer innerhalb von drei Jahren ihre Arbeitszeit um ein Drittel reduzieren - und davon zwei Jahre Vollzeit arbeiten, um im dritten Jahr etwa die Fachhochschulreife nachzuholen.

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Familienministerin Manuela Schwesig hatte sich ein Modell des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu Eigen gemacht, das eine 32-Stunden-Woche für Eltern als gleichzeitig familienfreundlich und günstig finanzierbar empfahl. Der Gedanke daran: Statt eines Partners, der in Vollzeit arbeitet und einem, der sich vor allem um die Erziehung kümmert, sollen beide 80 Prozent jobben.

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