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Kündigung Ausbildungsvertrag: Wie und zu wann?

Berufsausbildung  

Wie kündige ich den Ausbildungsvertrag?

11.04.2014, 17:48 Uhr | nr (TP)

Wenn die Berufsausbildung sich doch nicht als die Richtige für den Start ins Berufsleben herausstellt, kann die Kündigung vom Ausbildungsvertrag die richtige Entscheidung sein. Doch wie kündige ich den Ausbildungsvertrag?

Andere Maßgaben bei Ausbildungsverträgen als bei Arbeitsverträgen

Der Ausbildungsvertrag unterscheidet sich vom herkömmlichen Arbeitsvertrag des Arbeitnehmers. So liegt der Zweck des Vertragsverhältnisses schon nicht in der Erbringung der Arbeitsleistung, sondern in der Berufsausbildung des Lehrlings. Genaueres zur Berufsausbildung ist im sogenannten Berufsbildungsgesetz, dem BBiG, geregelt.

Insofern finden sich auch Unterschiede, wenn es um die Kündigung vom Ausbildungsvertrag geht. Dreh- und Angelpunkt der Kündigung vom Ausbildungsvertrag ist die Frage, ob sich der Auszubildende noch in der Probezeit befindet oder diese bereits durchlaufen hat.

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Fristlose Kündigung während der Probezeit möglich

Die Probezeit der Berufsausbildung beträgt mindestens einen Monat, höchstens vier Monate (§ 21 BBiG). Die konkrete Dauer ist im Ausbildungsvertrag geregelt. Während der Probezeit kann die Kündigung vom Ausbildungsvertrag sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Auszubildenden ohne Angabe von Gründen und fristlos (§ 22 Abs. 1 BBiG) erfolgen. Die Kündigung muss in Schriftform erfolgen und eigenhändig durch Unterschrift unterzeichnet werden (§ 22 Abs. 3 BBiG i.V.m. § 126 Abs. 1 BGB).

Strengere Regeln nach Ablauf der Probezeit

Nach Ablauf der Probezeit hat der Auszubildende jederzeit die Möglichkeit der Kündigung vom Ausbildungsvertrag. Die Kündigung wird jedoch grundsätzlich erst mit Ablauf einer vierwöchigen Frist (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG) wirksam. Hierfür muss der ernsthafte Wille vorliegen, die Ausbildung aufzugeben und/oder eine neue Ausbildung zu beginnen.

Eine fristlose, also sofortige Kündigung vom Ausbildungsvertrag nach Ablauf der Probezeit ist nur aus einem wichtigen Grund möglich (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG); wenn beispielsweise gravierende Verstöße vorliegen, etwa Beleidigungen oder Tätlichkeiten, Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz oder Nichtzahlung der Ausbildungsvergütung.

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