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Warnstreiks an Flughäfen: Lufthansa arbeitet an Ersatzflugplan

Warnstreiks  

Am Donnerstag Chaos an deutschen Flughäfen

26.03.2014, 14:29 Uhr | dpa, t-online.de

Warnstreiks an Flughäfen: Lufthansa arbeitet an Ersatzflugplan. Flughafen-Mitarbeiter werden am Donnerstag streiken - mit massiven Behinderungen im Flugverkehr ist zu rechnen (Quelle: dpa)

Flughafen-Mitarbeiter werden am Donnerstag streiken (Quelle: dpa)

Die Erinnerungen an die chaotischen Zustände des Streiks vor vier Wochen sind in Frankfurt noch in guter Erinnerung. Nun will die Gewerkschaft Ver.di am Donnerstag (27.03.) fast alle großen Flughäfen bestreiken. Diesmal sind die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes zu einem Warnstreik aufgerufen. In Frankfurt soll der Ausstand elf Stunden dauern.

Frühschicht legt Arbeit nieder

Die von dem Tarifstreit im Öffentlichen Dienst betroffenen Beschäftigten der Flughäfen Frankfurt, München, Köln-Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart würden die Arbeit während der Frühschicht bis etwa 14 Uhr niederlegen, teilte Ver.di mit. In die Warnstreiks einbezogen werden die Bereiche Bodenverkehrsdienste und Abfertigung, Gepäckförderanlagen, Instandhaltung und Wartung.

"Es ist davon auszugehen, dass es zu erheblichen Verzögerungen im Flugverkehr sowie zu Flugausfällen kommen wird", erklärte die Gewerkschaft. Ver.di fordert für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst eine Erhöhung der Löhne um 100 Euro plus 3,5 Prozent.

Passagier-Kontrolle streikt schon wieder

Allein am größten deutschen Drehkreuz hat die Gewerkschaft Ver.di tausende Beschäftigte des Betreibers Fraport AG zu einem elfstündigen Warnstreik zwischen 3.30 Uhr und 14.30 Uhr aufgerufen. Laut Gewerkschaft sollen in Frankfurt unter anderem die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste, der Frachtabfertigung und der Passagier-Kontrollen streiken, nicht aber der Flughafenfeuerwehr. Wenn die Feuerwehr nicht zum Dienst antreten würde, könnte der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen gar nicht stattfinden.

Die Lufthansa als größter Kunde des Flughafens arbeitet an einem Ersatzflugplan. Man werde sich bemühen, die Auswirkungen für die Passagiere so gering wie möglich zu halten, hatte eine Sprecherin bereits am Montag erklärt.

Dennoch rechnet die Lufthansa mit zahlreichen Flugausfällen. "Sollten tatsächlich allein in Frankfurt 6000 Flughafen-Mitarbeiter in den Ausstand treten, müsste an diesem Tag ein Großteil der Flüge am Heimatflughafen der Lufthansa gestrichen werden", teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Fraport appelliert an Ver.di

Die einstmals öffentliche Fraport hatte an die Gewerkschaft appelliert, die Warnstreiks mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Passagiere auszuüben. Arbeitsdirektor Michael Müller hatte eine zeitliche Befristung des Warnstreiks auf wenige Stunden verlangt. Zumindest ein begrenzter Flugbetrieb für den internationalen Luftverkehr müsse sichergestellt bleiben.

Lufthansa-Piloten wollen auch streiken

Neben dem Ver.di-Warnstreik drohen in den kommenden Tagen auch Streiks der Lufthansa-Piloten. Deren Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" ist seit der vergangenen Woche nach der Urabstimmung von rund 5400 Lufthansa-Piloten streikbereit, hat aber bis Dienstagmittag noch keinen konkreten Termin für einen ersten Ausstand benannt. Der Streik soll jeweils 48 Stunden vorher bekanntgegeben werden, damit die Passagiere umplanen können.

Erst am 21. Februar hatten die ebenfalls von Ver.di vertretenen privaten Sicherheitskräfte Deutschlands größtes Drehkreuz für einen ganzen Tag lahmgelegt, indem die Passagiere an den Eingängen unkontrolliert blieben und so ihre Flüge nicht antreten konnten. Über die Gehälter dieser Berufsgruppe sollte am Mittwoch wieder verhandelt werden.

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