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Experten verhalten optimistisch: Jobmarkt in Deutschland stagniert

Experten verhalten optimistisch  

Jobmarkt in Deutschland stagniert

31.03.2014, 13:17 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Experten verhalten optimistisch: Jobmarkt  in Deutschland stagniert. Fachkräfte sind noch immer gesucht auf dem deutschen Arbeitsmarkt, die Nachfrage boomt jedoch nicht mehr (Quelle: dpa)

Fachkräfte sind noch immer gesucht auf dem deutschen Arbeitsmarkt, die Nachfrage boomt jedoch nicht mehr (Quelle: dpa)

Die Unternehmen in Deutschland suchen weiter nach neuen Arbeitskräften - allerdings weniger intensiv: Die Zahl der offenen Stellen wächst laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) längst nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Zum Frühjahrsbeginn bieten die Firmen hierzulande etwa so viele freie Jobs an wie im Februar. Das ist das Ergebnis des Stellenindexes BA-X. Demnach stieg der Indikator im März um nur einen Punkt auf 154 Zähler, nachdem er im Vormonat leicht gesunken war.

Optimistische Prognose

Für die kommenden Monate zeigt sich die Nürnberger Bundesbehörde dennoch zuversichtlich. "Grundsätzlich optimistische Ausblicke der Unternehmen lassen einen hohen Kräftebedarf erwarten", betonte die BA in einer Mitteilung.

Inzwischen gebe es in zwei Dritteln der Branchen bereits mehr Stellen als vor einem Jahr. Mitarbeiter suchten neben der Leiharbeitsbranche auch der Handel, Bauinstallationsbetriebe, das Gesundheits- und Sozialwesen, Hotels und Gastronomie sowie der Öffentliche Dienst.

Aufschwung bleibt moderat

Unterdessen hat sich nach Experten-Einschätzung der leichte Jobaufschwung der vergangenen Monate fortgesetzt. Insgesamt seien zum Frühjahrsbeginn rund 3,1 Millionen Männer und Frauen arbeitslos gewesen, berichteten die Volkswirte in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Das wären rund 70.000 weniger als im Februar und rund 30.000 weniger als vor einem Jahr. Die Ökonomen berufen sich dabei auf eigene Berechnungen. Die offiziellen März-Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit an diesem Dienstag (1. April) bekanntgeben.

Nach Ansicht von Allianz-Volkswirt Rolf Schneider haben sich die Hinweise auf eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt im März weiter verstärkt: "Es gibt klare Anzeichen, dass die Konjunktur im ersten Quartal kräftig gewachsen ist. Das hilft auch dem Arbeitsmarkt."

"Verhaltene Investitionen" der Firmen bremsen

Mit weiteren Fortschritten am Arbeitsmarkt rechnet auch Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld. Besonders kräftig werde der Aufschwung aber nicht ausfallen, schätzt er - und verweist auf die bislang eher "verhaltenen Investitionen" deutscher Unternehmen.

Als Bremse auf dem Arbeitsmarkt könnte nach Ansicht der Volkswirte die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Mindestlohnregelung wirken. "Es zeigt sich immer mehr, dass manche Unternehmen erst mal abwarten, wie sich die Regelung auswirkt, bevor sie größere Personalprogramme auflegen", berichtet Tuchtfeld. Ähnlich sieht das auch sein Kollege Schneider. Er geht ohnehin davon aus, dass die Folgen erst im kommenden Jahr auf dem Arbeitsmarkt spürbar sein werden.

Nur wenige Beschäftigte sorgen sich um ihren Job

Die Beschäftigten in der Bundesrepublik halten indes ihre Arbeitsplätze laut einer Umfrage für so sicher wie lange nicht. 45 Prozent meinen, dass sie fester im Sattel sitzen als im Vorjahr, wie das Beratungsunternehmen Gallup ermittelte. Der Anteil derer, die um ihren Job zittern, hat mit acht Prozent einen Tiefstand erreicht.

Die Beschäftigten hängen demnach auch mehr an ihrem Arbeitgeber: 83 Prozent haben der Studie zufolge zumindest eine geringe emotionale Bindung. Im Vorjahr waren es 76 Prozent. 1368 Beschäftigte wurden im April, Juni und November 2013 am Telefon befragt. Die Umfrage ist laut Gallup für volljährige Arbeitnehmer repräsentativ.

Schwache Erholung kurbelt Arbeitsmarkt in Europa nicht an

Derweil hat der moderate wirtschaftliche Aufschwung in Europa bisher keine neuen Arbeitsplätze geschaffen. Das geht aus dem jüngsten Vierteljahresbericht zur Beschäftigung und sozialen Lage hervor, den die EU-Kommission in Brüssel vorstellte.

"Es gibt ein Risiko, dass die gegenwärtige schwache Erholung die Lage vieler einkommensschwacher Gruppen nicht verbessern wird", sagte EU-Sozialkommissar Laszlo Andor.

Nach Angaben der Behörde machen zehn Prozent der Erwachsenen in einkommensschwachen Haushalten Schulden, um laufende Ausgaben zu decken. 15 Prozent greifen auf Erspartes zurück. Den Menschen in Deutschland geht es finanziell relativ gut.

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