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Lufthansa-Streik endet: Kein neues Tarifangebot für Piloten

Dritter Tag im Ausstand  

Lufthansa hat kein neues Tarifangebot für Piloten

04.04.2014, 14:05 Uhr | dpa, t-online.de

Lufthansa-Streik endet: Kein neues Tarifangebot für Piloten. Lufthansa: Kein neues Tarifangebot für die streikenden Piloten (Quelle: dpa)

Lufthansa: Kein neues Tarifangebot für die streikenden Piloten (Quelle: dpa)

Die Lufthansa bleibt hart: Auch nach dem dreitägigen Streik legt die Airline ihren Piloten kein neues Tarifangebot vor. Die Fluggesellschaft setze dennoch auf neue Tarifgespräche mit der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, sagte Lufthansa-Manager Kay Kratky.

Wahrscheinlich in den nächsten Tagen werde der Konzern Kontakt zu Cockpit aufnehmen. Ob später ein Schlichter berufen werde, um den Konflikt zu entschärfen, sei derzeit noch nicht absehbar.

Imageschaden für Airline

Kratkys Ansicht nach enthalte die Offerte aus der vergangenen Woche ausreichend Substanz, über die man reden könne, sagte das Vorstandsmitglied der Lufthansa-Passagiersparte. Er warnte vor einem weitreichenden Imageschaden für die Lufthansa. "Die Folgen dieses Streiks sind verheerend."

Es bestehe die Gefahr, dass Reisen mit einer deutschen Airline von den Kunden nicht mehr als der zuverlässigste Weg wahrgenommen werde. Den Schaden durch den Streik schätzt der Manager für das Unternehmen auf 35 bis 75 Millionen Euro.

Streik endet heute

Der Ausstand der Lufthansa-Piloten geht heute zu Ende. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit soll der Streik um 23.59 Uhr enden. Am Mittag will Lufthansa über Abläufe während des Streiks und die Vorbereitungen für eine Rückkehr zum Normalbetrieb informieren.

Möglichst schnell will die Fluggesellschaft den regulären Flugplan wieder aufnehmen, nur noch vereinzelt soll es Ausfälle geben. "Bei uns erwarten wir da keine Probleme", sagte ein Sprecher am größten deutschen Drehkreuz in Frankfurt. Auch am Flughafen in München blickt man relativ gelassen auf den Samstag. Es gebe nur wenige Annullierungen, sagte ein Sprecher.

Drei Tage lang ging bei der Lufthansa fast nichts mehr. Allein am Freitag fielen an deutschen Flughäfen Hunderte Flüge aus. Insgesamt waren rund 3800 Verbindungen mit 425.000 betroffenen Fluggästen während des dreitägigen Streiks abgesagt worden.

Kaum gestrandete Passagiere

Mit rund 190 freiwilligen Piloten inklusive rund 100 Managern mit Pilotenschein hielt die Airline rund 10 Prozent des üblichen Angebots aufrecht. Gestrandete Fluggäste gab es nach Angaben der großen Drehkreuze in München und Frankfurt aber kaum, viele Passagiere hatten sich vorab informiert. Dafür sei es deutlich ruhiger gewesen.

Die Gewerkschaft hatte rund 5400 Kapitäne und Co-Piloten von Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo aufgerufen, für den Erhalt ihrer Übergangsrenten und höhere Gehälter zu streiken. Informationen über Streikbrecher habe man nicht vorliegen, hieß es bei der Vereinigung Cockpit. Eine Annäherung der Parteien gab es in den letzten Tagen nicht.

Lufthansa-Chef Christoph Franz nannte gegenüber dem "Handelsblatt" den Ausstand "unverhältnismäßig". Der Konzern bezifferte den wirtschaftlichen Schaden durch den Streik auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Auch die Flughäfen München und Frankfurt gehen von Einbußen in Millionenhöhe aus.

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