Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Mozilla-Boss Brendan Eich tritt zurück: An Homo-Ehe gescheitert

Nur wenige Tage im Amt  

Mozilla-Chef tritt wegen Kritik an Homo-Ehe zurück

04.04.2014, 12:09 Uhr | AP, dpa-AFX, t-online.de

Mozilla-Boss Brendan Eich tritt zurück: An Homo-Ehe gescheitert. Brendan Eich ist über eine Spende gestolpert, die sich gegen Schwule und Lesben richtete (Quelle: dpa)

Brendan Eich ist über eine Spende gestolpert, die sich gegen Schwule und Lesben richtete (Quelle: dpa)

Der Mitgründer des Internetunternehmens Mozilla, Brendan Eich, tritt nach nur wenigen Tagen als Vorstandschef zurück. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Grund ist Eichs Unterstützung des Verbots der Homo-Ehe in Kalifornien, die bei zahlreichen Angestellten des Unternehmens und Usern des Mozilla-Internet-Browsers Firefox Verärgerung und Protest ausgelöst hatte.

Der Vorfall liegt schon rund sechs Jahre zurück. Im Jahr 2008 hatte Eich 1000 Dollar für eine Kampagne gespendet, mit der eine Verfassungsänderung unterstützt wurde, wonach in Kalifornien nur die Ehe zwischen Mann und Frau gesetzlich anerkannt wurden. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die Verfassungsänderung im vergangenen Jahr allerdings verworfen.

Der Fall war bereits länger bekannt gewesen, hatte jedoch neue Dynamik erhalten, als Eich am 24. März zum CEO aufgestiegen war. Empörte Reaktionen und Boykotte waren die Folge. Die Mozilla-Aufsichtsratsvorsitzende Mitchell Baker entschuldigte sich am Donnerstag in einem offenen Brief im Internet. "Wir haben uns nicht verhalten, wie man das von Mozilla erwartet", schrieb sie. "Wir haben nicht schnell genug gehandelt und uns mit den Leuten auseinandergesetzt, als die Kontroverse begonnen hat. Wir bedauern das. Wir müssen das besser machen."

Eich hatte noch vor wenigen Tagen betont, im Amt bleiben zu wollen. Er war erst vergangene Woche zum Chef der Mozilla Corporation ernannt worden, die den populären Firefox-Browser und das Smartphone-System Firefox OS entwickelt. Mozilla hat nach eigenen Angaben etwa eine halbe Milliarde Nutzer, liegt damit an dritter Stelle hinter Google Chrome und dem Microsoft Internet Explorer.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal