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Nachwuchssorgen bei Bus-Unternehmen: "Meldet Euch, werdet Busfahrer"

Aufruf der Bus-Unternehmer  

"Meldet Euch, werdet Busfahrer"

11.05.2014, 14:28 Uhr | dpa

Nachwuchssorgen bei Bus-Unternehmen: "Meldet Euch, werdet Busfahrer" . Busreisen boomen - doch Busfahrer fehlen: Die Branche hat Nachwuchssorgen (Quelle: dpa)

Busreisen boomen - doch Busfahrer fehlen (Quelle: dpa)

Seit der Marktöffnung bei Fernbus-Linien rauschen immer mehr Reisebusse über deutsche Autobahnen, die Branche boomt. Allerdings fehlen massenhaft Busfahrer, die Unternehmer suchen händeringend. Eine Änderung im Führerschein-Recht könnte die Personalnot sogar noch verschärfen.

Die deutschen Busunternehmen haben auch angesichts des Booms im Fernbusverkehr große Nachwuchssorgen. "Es fehlen uns zurzeit 2000 Busfahrer, die sofort eingestellt werden könnten", sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), Wolfgang Steinbrück.

Ältere Busfahrer scheiden aus und verschärfen den Mangel

In den nächsten drei Jahren schieden außerdem 10.000 ältere Busfahrer aus dem Berufsleben aus. "Wir wissen gar nicht, wie wir diese Lücke schließen sollen", klagte Steinbrück. "Es melden sich zu wenige, um als Busfahrer ausgebildet zu werden."

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Aufruf an Frauen

Der Verband will sich jetzt intensiv darum bemühen, Frauen als Busfahrerinnen zu gewinnen. Der Anteil von Frauen an den Fahrern liege bei unter zehn Prozent. "Ich kann nur an die Frauen appellieren: Meldet euch, werdet Busfahrer!", sagte er. Einen modernen Bus zu steuern, sei eine tolle Sache. Berufsanfänger könnten monatlich 2000 Euro brutto verdienen.

Mehr als 240 Fernbus-Linien

In den neuen Fernbuslinien habe man eher mit jungen Menschen zu tun. 70 Prozent der Fahrgäste in Fernbussen seien junge Leute, die früher Mitfahrgelegenheiten genutzt hätten. Seit Anfang 2013 ist der Fernbusmarkt in Deutschland freigegeben. Dadurch seien 300 Omnibusse zusätzlich auf die Straße gekommen, berichtete Steinbrück. Mittlerweile gebe es mehr als 240 Fernbuslinien. "Doch wir kommen da an unsere Grenzen, weil wir das Fahrpersonal nicht haben."

Die Situation werde dadurch verschärft, dass nach einer Änderung der Fahrerlaubnisverordnung Reisebusfahrer künftig erst mit 24 Jahren und nicht wie bisher mit 21 Jahren außerhalb Deutschlands fahren dürften. "Das ist ein Schlag ins Kontor für die Busunternehmer Deutschlands", kritisierte Steinbrück.

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